Deutsche Provinz der Jesuiten

Aktuelles

28.11.2017

Generationenwechsel in der Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Thomas Busch und seine Nachfolgerin Pia Dyckmans im Öffentlichkeitsreferat im Canisiushaus.

München - Kurz vor Jahresende bekommt die Deutsche Provinz der Jesuiten eine neue PR- und Öffentlichkeitsreferentin. Pia Dyckmans (28) folgt damit ab 1. Dezember Dr. Thomas Busch (64), der über 18 Jahre die Öffentlichkeitsarbeit des Ordens übernommen hat.

Pia Dyckmans war zuvor Radio-Redakteurin beim Sankt Michaelsbund in München, dem katholischen Medienhaus des Erzbistums München und Freising, und Volontärin bei Radio Vatikan in Rom. Weitere Stationen ihrer journalistischen Laufbahn waren der Bayerische Rundfunk, die Kieler Nachrichten und die Katholische Fernseharbeit in Frankfurt. Ursprünglich kommt die 28-Jährige vom Niederrhein, doch früh hat sie es in den Süden gezogen: zunächst nach Sankt Blasien ins Internat und dann nach München für ihr Theologie- und Germanistikstudium. Dort hat sie auch die katholische Journalistenschule, das Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e. V. (ifp), besucht, um sich parallel zum Studium journalistisch ausbilden zu lassen. Dort wurde sie crossmedial ausgebildet, um den Herausforderungen im digitalen Journalismus gerecht zu werden. Auch den neuen Herausforderungen im Canisiushaus will sie gerecht werden und hat sich intensiv von ihrem Vorgänger Thomas Busch einarbeiten lassen. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und vor allem auf die Zusammenarbeit mit den Jesuiten“, sagt Dyckmans nach ihren ersten Tagen im Orden.

Zum Wechsel in der Öffentlichkeitsarbeit verabschiedet Provinzial Pater Johannes Siebner Dr. Thomas Busch mit großer Dankbarkeit: „Persönlich wie im Namen des Ordens sage ich von Herzen Dank und wünsche ihm alles erdenklich Gute für die Zukunft.“ Der gebürtige Münchner hat an der von den Jesuiten getragenen Hochschule für Philosophie promoviert und sammelte erste Erfahrungen im Bereich PR als Pressesprecher beim Bayerischen Jugendring. Nach neun Jahren kehrte er zu den Jesuiten zurück und baute dort die interne und externe Öffentlichkeitsarbeit auf. Er begleitete die Zusammenlegung mehrerer Ordensprovinzen. Seit Gründung der Vierteljahreszeitschrift "Jesuiten" im Jahr 2004 war er deren Chef vom Dienst.

Außergewöhnliche Herausforderungen hatte Thomas Busch 2010 beim Aufdecken des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche in Deutschland zu bestehen, der am Berliner Canisiuskolleg der Jesuiten seinen Anfang nahm. Eines seiner Highlights der vergangenen Jahre war 2013 die Papstwahl. Überraschend wurde ein Jesuit aus Argentinien zum Papst gewählt. In den ersten 48 Stunden nach der Wahl von Franziskus zum Kirchenoberhaupt habe sich bei ihm „fast die ganze deutsche Medienwelt“ am Telefon gemeldet, erinnert er sich heute.




letzte Aktualisierung am 02.08.2017