Deutsche Provinz der Jesuiten

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12.02.2018

Pater Bruno Hipler SJ ist verstorben

München - Pater Bruno Hipler SJ wurde am 23. August 1930 in Rosengarth, bei Braunsberg im Ermland, geboren. Er trat am 14.09.1950 in Pullach ins Noviziat ein und zog auf den Jakobsberg. Auch sein jüngerer Bruder Georg trat sechs Jahre später in den Orden ein; er lebt heute in Harare/Simbabwe.

Er studierte Philosophie in Pullach und Theologie in Sankt Georgen, Frankfurt. Am 27. August 1961 wurde er in Berlin von Kardinal Julius Döpfner zum Priester geweiht. Neben der Arbeit an seiner Dissertation erteilte P. Hipler von 1968 bis 1969 Religionsunterricht am Canisius-Kolleg in Berlin und setzte sich dort für Reformen im Geist des II. Vatikanischen Konzils ein. Mit der Arbeit „Freiheit als Voraussetzung und Ziel der religiösen Erwachsenenbildung“ wurde er 1972 an der LMU promoviert. Danach war er bis 1975 als hauptamtlicher Dogmatik-Dozent an der Theologisch-Pädagogischen Akademie in Berlin tätig und mit dem besonderen Augenmerk auf die Umsetzung der Konzilsdekrete. Er wechselte dann nach München und war von 1975 bis zum 1981 Lehrbeauftragter für Erwachsenenpädagogik an der Hochschule für Philosophie in München. Sehr unauffällig und unkompliziert, aber effektiv setzte er sich dort für eine Integration und Koordination des gesamten Studienprogramms für Erwachsenenpädagogik ein. Außerdem übernahm er bereitwillig und freundlich seelsorgliche Tätigkeiten u.a. im Beichtzimmer von St. Michael und als Klinikseelsorger im nahen Josefinum.

Da Pater Hipler sich besorgt fragte, „warum in Deutschland so viele Christen des 20. Jahrhunderts sich nicht verantwortungsbewusster und tatkräftiger für den Weltfrieden engagiert haben und warum hervorragende christliche Wegbereiter des Friedens heute noch weithin unbekannt sind, gab er 1988 das Buch „Friedrich Wilhelm Foerster: Manifest für den Frieden. Eine Auswahl aus seinen Schriften (1893-1933)“ heraus. Dann befasste er sich mit einem bisher kaum beachteten Wegbereiter des Nationalsozialismus. 1996 erschien sein Buch „Hitlers Lehrmeister. Karl Haushofer als Vater der NS-Ideologie.“ Trotz seiner Krankheit, die sich mit zunehmendem Alter verstärkt und die Pater Hipler mit großer Geduld ertrug, war er weiterhin am Berchmanskolleg tätig.

2012 zog er in unsere Seniorengemeinschaft nach Unterhaching. Die letzten Jahre trug er die Folgen einer zunehmenden Demenzerkrankung mit großer Geduld. Am Sonntag, 11. Februar 2018, ist er gegen 1 Uhr verstorben.

Die Beerdigung ist am Donnerstag, 15. Februar 2018, um 14.30 Uhr auf dem Ordensfriedhof auf dem Gelände des Pater-Rupert-Mayer-Schulzentrums, Wolfratshauser Straße 30, 82049 Pullach (Anfahrtsbeschreibung), anschließend das Requiem in der Kapelle der Schule.

In der Jesuitenkirche St. Michael (Neuhauser Straße 6, 80331 München) wird am Donnerstag, 15. Februar 2018, um 18 Uhr ein Gedenkgottesdienst gefeiert.




letzte Aktualisierung am 02.08.2017