Deutsche Provinz der Jesuiten

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01.10.2017

Priesterweihe in Stockholm: "Licht des Evangeliums gegen Dunkelheit des Hasses"

Stockholm - Am Samstag sind zwei Jesuiten in Stockholm zu Priestern geweiht worden. Kardinal Anders Arborelius, der Bischof von Stockholm, spendete Thomas Idergard SJ und Mikael Schink SJ die Priesterweihe. Die Kirche St. Eugenia im Herzen Stockholms war übervoll mit Menschen, die an der Weiheliturgie teilnahmen. Etwa 35 Priester konzelebrierten, darunter der Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten, Pater Johannes Siebner SJ. Nie zuvor in Schweden waren zwei schwedische Jesuiten gemeinsam geweiht wurden.

In seiner Predigt betonte Kardinal Arborelius, die vornehmste Aufgabe eines Priester sei es, das Evangelium Christi zu verkündigen und die Gläubigen auf unterschiedliche Art und Weise seelsorglich zu unterstützen. Ein Priester solle mit seinem ganzen Leben Christus widerspiegeln und in seiner Gemeinschaft leben. In seinen einleitenden Worten erinnerte der Kardinal daran, dass wir in unruhigen Zeiten lebten, in den die Kräfte der Dunkelheit, des Hasses und der Lüge um sich griffen - Beispiel dafür sei die rechtsradikale Demonstration, die zeitgleich zur Weiheliturgie im schwedischen Göteburg stattfand. Diesen Kräften müsse etwas entgegengesetzt werden, nämlich die Kraft der Wahrheit, Liebe und Barmherzigkeit, die vom Evangelium Christi kommen. Die schwedischen Kirchen hatten dazu aufgerufen, als Symbol gegen den rechtsradikalen Aufmarsch Kerzen in die Fenster der Häuser zu stellen.

Pater Thomas Idergard SJ (* 1. März 1969) aus Arvidsjaur in Lappland studierte nach seinem sein Abitur von 1988 bis 1992 Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Umea.  Anschließend war er politisch aktiv, darunter drei Jahre als Nationalvorsitzender der schwedischen konservativen Jugend, und arbeitete als PR-Experte in verschiedenen Organisationen. 2009 konvertierte er in die Katholische Kirche und studierte von 2010 bis 2012 Philosophie am Newmaninstitut der Jesuiten in Uppsala. Im September 2012 folgte der Eintritt in den Orden. Im Anschluss an das Noviziat studierte er von 2014 bis 2017 Theologie in London und absolvierte ein Praktikum bei Radio Vatikan in Rom. Künftig wird er in der Pfarrei St. Eugenia Stockholm und im Newmaninstitut sowie in der Publikation Signum mitarbeiten.

Pater Mikael Schink SJ (* 9. Januar 1983) aus Stockholm studierte nach seinem Abitur 2002 Französisch und Ingenieurswesen und schloss beide Studien 2007 erfolgreich in Uppsala ab, wo er am Newmaninstitut auch Philosophie studiert hat. Nach seinem Ordenseintritt 2007 folgte ein weiteres Philosophiestudium in München sowie von 2014 bis 2017 das Theologiestudium in London. Ein längeres Praktikum absolvierte er am Newmaninstitut in Uppsala und in St. Eugenia in Stockholm von 2012 bis 2014. In Stockholm hat er mit Jugendlichen und in der Studentengemeinde gearbeitet, und in Uppsala die öffentlichen Veranstaltungen des Newmaninstituts organisiert. Mikael Schink SJ wird künftig als Kaplan in St. Lars in Uppsala tätig sein.




letzte Aktualisierung am 02.08.2017