Deutsche Provinz der Jesuiten

Termine

Dortmund: P. Peter Balleis SJ über Bildung von Flüchtlingen und Menschen in Krisengebieten

19.07.2017   15:30 - 16:30

Beschreibung: 

"Jesuit Worldwide Learning" (JWL)
"Hochschulbildung an den Grenzen - Tertiäre Bildung von Flüchtlingen und Menschen in Krisengebieten"

Vortrag mit dem Präsidenten Peter Balleis SJ am 19.07.2017 von 15:30 - 16:30 Uhr

& Workshop mit Peter Balleis SJ, Ebru Noisternig (Caritas Wien), Prof. Beate Kowalski (TU Dortmund) am 19. Juli 2017 von 17:00 - 19.30 Uhr

Ort: Hochschuletage im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse 2, 44137 Dortmund

Anmeldungen werden erbeten an: Beate.Kowalski(at)tu-dortmund.de

JWL ist ein Zusammenschluss von renommierten, internationalen Jesuitenuniversitäten. Gemeinsam mit lokalen Teams des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) werden Hochschulkurse zu Flüchtlingen gebracht. Über eine Kombination aus Onlinekursen und Präsenzbegleitung studieren junge Leute in Flüchtlingslagern weltweit, die sonst niemals Zugang zu einer Universität gehabt hätten.
JWL ist getragen von internationalen Organisationen, Institutionen und Unternehmen und hat seinen Hauptsitz in Genf, wo auch UNO, WHO und UNHCR angesiedelt sind. JWL steht in der Bildungstradition des Jesuitenordens und richtet sich an Menschen jeder Kultur und Religion. Das erklärte Ziel von Direktor Peter Balleis ist es, mit dem Bildungsprogramm von JWL in Zukunft noch mehr Benachteiligte und Flüchtlinge zu erreichen. "Kritische, lösungsorientierte Persönlichkeiten auszubilden, ist der Schlüssel zum Frieden", sagt er.

Im Vortrag informiert Peter Balleis SJ über die Arbeit von "Jesuit Worldwide Learning". Im Workshop werden konkrete Erfahrungen und Themenfelder aus der Praxis angesprochen wie: interreligiöses und interkulturelles Lernen, Studierendensituation (Motivation, Herausforderungen, Perspektiven, Frauenförderung), Kommunikation, Online Lernen (Chance, Grenzen), Transformation durch Lernen, Religiöser Fundamentalismus, Best-Practise Beispiele aus interreligiösen und interkulturellen Projekten in Österreich.

Die Veranstaltung ist Bestandteil der Workshop-Reihe "Was die Welt zusammenhält. Über Diversität und sozialen Zusammenhalt"; Leitung: Prorektorin Prof. Dr. Barbara Welzel/Prof. Dr. Thomas Goll.

Die Workshop-Reihe findet im Rahmen des Projektes "DoProfiL - Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung" statt, welches an der TU Dortmund im Rahmen der gemeinsamen Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Peter Balleis SJ, seit 2016 Executive President von "Jesuit Worldwide Learning" (www.jwl.org), einer weltweit arbeitenden online-Universität des Jesuitenordens, die Menschen in Krisengebieten und Flüchtlingscamps Zugang zu einem Hochschulstudium ermöglicht. Pater Balleis hat nach dem Abitur in Dillingen Philosophie und Theologie in München, Nairobi und Belo Horizonte studiert; er hat die Ehrendoktorwürde der Gonzaga University 2013 erhalten. In seinem Dienst für den Jesuitenorden kann er auf 30 Jahre internationale und interkulturelle Erfahrungen durch weltweite humanitäre Arbeit für den Internationalen Jesuitenflüchtlingsdienst (JRS) und die Jesuitenmission in über 50 Ländern, besonders in Afrika, Lateinamerika, Asien und im Mittleren Osten aufbauen; darunter längere Auslandsaufenthalte in Simbabwe, Kenia, Brasilien und Italien. Neben der konkreten Arbeit vor Ort und mit Teams von Haupt- und Ehrenamtlichen gehört auch das Fundraising für Projekte des Jesuitenordens, besonders für JRS, zu seinen Aufgaben, das durch Vortragstätigkeiten begleitet wird.

Beate Kowalski (*1965) aus Dortmund studierte Katholische Theologie, Geschichte und Pädagogik/Philosophie in Bochum. Promotion in Bochum 1995, Habilitation 2003 in Innsbruck. Pastorale Tätigkeiten im Erzbistum Paderborn und im Bistum Osnabrück. Seit 2008 Professorin für Exegese und Theologie des Neuen Testaments an der TU Dortmund; zuvor Lehr- und Forschungstätigkeit in Jerusalem (Israel, Gastprofessur), Koblenz, Leuven (Belgien), Limerick (Irland), München, Paderborn, Passau, Siegen, Trichur (Indien, Gastprofessur). Erasmusaufenthalte in Birmingham (UK) und Warschau (Polen). Spring term 2017: International Faculty Member of JWL: "Religions of the World".

Ebru Noisternig, geboren in München, war jahrelang als freiberufliche Simultandolmetscherin sowohl auf Konferenzen als auch im kommunalen Bereich (Gesundheit, Kinderhospiz) tätig. Momentan ist sie hauptberuflich als Katholische Theologin angestellt bei der Caritas Wien im Bereich PEF- Pfarrliches Engagement für Menschen auf der Flucht. Ihre familiären Wurzeln sind im Zweistromland Mesopotamien; vom alevitischen Glauben ist sie 2004 zum christlichen Glauben konvertiert. Mit Ehemann und ihren beiden Kindern lebt sie derzeit in Wien; zudem plant sie eine interdisziplinäre Forschungsarbeit in den Bereichen Translationswissenschaft und katholischer Theologie in Form einer qualitativ-empirischen Dissertation über Katechese im mehrsprachigen Setting (Türkisch-Deutsch-Türkisch) im Bereich Religion im Kontext von Migration an der Praktisch-Theologischen Fakultät der Uni Wien.

JWL in den Medien: https://www.jesuitenmission.de/news/jesuit-worldwide-learning-macht-schlagzeilen.html

DoProfiL: www.doprofil.tu-dortmund.de

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letzte Aktualisierung am 09.01.2015