Augsburg

Augsburg

Augsburg, ein wichtiges Zentrum Schwabens, ist eng mit der Reformation verbunden: 1530 wurde hier das evangelische Glaubensbekenntnis, die Confessio Augustana veröffentlicht, 1555 der Religionsfrieden zwischen Lutheranern und Katholiken geschlossen.

Die Freundschaft zwischen dem Fürstbischof von Augsburg, Otto Kardinal Truchsess von Waldburg und Petrus Canisius, dem ersten Provinzial der Jesuiten in Deutschland, K.d.ö.R. und seit 1559 Domprediger in Augsburg, bildete die Grundlage für die Gründung eines Kollegs im stark protestantisch geprägten Augsburg. Der finanziellen Unterstützung des Hauses Fugger war es zu verdanken, dass nach langen Auseinandersetzungen mit dem Domkapitel und dem Rat der Stadt 1567 eine erste Niederlassung der Jesuiten eingerichtet werden konnte. Die Genehmigung für die offizielle Errichtung eines Jesuitenkollegs wurde erst 1580 erteilt. 1582 konnte das Gymnasium mit vier Klassen eröffnet werden, die fünfte Klasse folgte ein Jahr darauf, die Klassen für Dialektik und Kasuistik 1589. 1632 mussten die Jesuiten in der Folge des Dreißigjährigen Krieges die Stadt verlassen. Sie konnten erst drei Jahre später wieder zurückkehren und das Gymnasium in fünf Klassen wiedereröffnen.

Das Verhältnis zwischen den Jesuiten und der Reichsstadt war so gut, dass aufgrund des Widerstandes der Stadt gegen die Auflösung des Ordens die 1773 vom Papst ausgesprochene Aufhebung der Gesellschaft Jesu in Augsburg erst drei Jahre später verkündet werden konnte.

 

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