Brig

Brig

Das Wallis war zu Beginn des 17. Jahrhunderts Schauplatz politischer und religiöser Auseinandersetzungen. Die Gesellschaft Jesu hatte die Bemühungen zur Förderung des Katholizismus durch zahlreiche Versuche unterstützt, Niederlassungen des Ordens im Wallis zu gründen, die sich jedoch nicht lange halten konnten.

In Brig, in dem seit 1604 Jesuitenpatres aus Luzern die katholische Seelsorge aufrecht erhielten, wurde 1625 eine Jesuitenresidenz gegründet. Politisch und religiös begründete Auseinandersetzungen zwangen den Orden bereits ein Jahr später, die Residenz wieder aufzugeben. 1650 gründeten die Jesuiten auf Bitten des Rates der Stadt erneut eine Niederlassung. Zwei Jahre später wurde das Gymnasium mit sechs Klassen eröffnet, 1675/76 kamen ein Philosophie- und 1697 ein Theologiekurs hinzu. Die positive Entwicklung des Gymnasiums führte dazu, dass die Residenz 1688 den ordensrechtlichen Titel eines Kollegs erhielt.

1773 wurde das Jesuitenkolleg Brig aufgehoben.

 

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