Fribourg
Fribourg, die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, trat 1481
der Schweizer Eidgenossenschaft bei und wurde 1613 Bischofssitz.
Wegen der isolierten Lage als katholische Stadt in sonst
protestantischem Gebiet und der Nähe protestantischer Schulen in Basel, Bern, Genf und
Lausanne, gab es bereits in den Sechziger Jahren des 16. Jahrhunderts von politischer und
kirchlicher Seite erste Überlegungen, ein Jesuitenkolleg in Fribourg zu gründen. 1580
erklärte die Stadt ihr Einverständnis und noch im selben Jahr kam Petrus Canisius mit
einem weiteren Pater nach Fribourg. Mit dem 1581 unterzeichneten Gründungsvertrag für
ein Jesuitenkolleg war der Grundstein für Fribourg als einer Hochburg der katholischen
Reform in der Schweiz und neben Luzern zur wichtigsten Niederlassung des Ordens in der
Schweiz gelegt. Das Gymnasium wurde 1582 mit drei Klassen eröffnet, die weiteren Klassen
kamen 1584 und 1596 hinzu. 1634 wurde die Schule um den philosophischen Kurs erweitert.
1635 kam ein Lehrstuhl für Kontroverstheologie hinzu.
1773 wurde das Jesuitenkolleg Fribourg aufgehoben.
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