Jesuiten für Diversität unter ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Der Synodale Weg hat sich zuletzt in seiner vierten Vollversammlung für eine Reform des kirchlichen Arbeitsrechts ausgesprochen. Auch in den Werken des Jesuitenordens sollen private Lebensentwürfe und die sexuelle Identität von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitsrechtlich keine Rolle spielen. Diese persönlichen Aspekte sollen weder ein Einstellungshindernis noch irgendeinen Grund für Sanktionen darstellen.

Dies machte der Provinzial des Ordens P. Bernhard Bürgler SJ in einem Brief an alle Werke der Zentraleuropäischen Provinz des Ordens deutlich. Dafür werde der Orden alle bestehenden Spielräume des kirchlichen Arbeitsrechts nutzen.

Die zu Beginn des Jahres 2022 in die Öffentlichkeit getretene Initiative „Out in Church“ und die begleitende Fernsehdokumentation „Wie Gott uns schuf“, bei denen sich auch zwei Jesuiten als homosexuell outeten, bewogen den Provinzial der Jesuiten nach eigenen Worten dazu, sich zum Thema Diversität grundsätzlich zu äußern, zunächst in einem Brief an die Mitbrüder, nun auch in einem Schreiben an die Werke des Ordens. Ihm vorangegangen waren mehrere Webinare mit den Werksleiterinnen und -leitern, die die Klarstellung durch den Provinzial in dieser Frage sehr begrüßten.

Die Jesuiten werden zudem die laufenden Bestrebungen zu einer entsprechenden Reform des kirchlichen Arbeitsrechts in Deutschland, wie sie auch eine große Mehrheit des Synodalen Wegs forderte, unterstützen.

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