GebetsapostolatDie Ursprünge des so genannten Gebetsapostolats verweisen ebenso wie seine Erneuerung seit einigen Jahren auf Frankreich: Angestoßen durch den Jesuiten F.X. Gautrelet entstand die Bewegung des Gebetsapostolats im Herbst 1844 in Vals bei Toulouse und wurde in den folgenden Jahren auch in Deutschland, insbesondere durch den Mainzer Bischof Ketteler gefördert. Das zentrale Anliegen ist dabei eine fruchtbare apostolische Durchdringung des »normalen Alltags«. Die »Apostel des Gebetes« fühlen sich getragen von der Überzeugung und Absicht, dass ihr ganzes Leben, die Zeit des Schaffens wie der Erholung, frohe und leidvolle Tage, ein Segen für die Kirche und die ganze Welt wird, wenn sie es in der bewussten Verbundenheit mit Jesus leben. Dieses Anliegen kommt in der Intensität der Hingabe im täglichen Gebet zum Ausdruck. Neue Impulse hat das Gebetsapostolat durch die Bewegung der Charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche in Frankreich erhalten. Dazu Pater Hans Weyer SJ, der für Deutschland zuständige Nationalsekretär des Gebetsapostolats: "Es gibt enge, einander fördernde Beziehungen zwischen der Charismatischen Erneuerung und den anderen Geistlichen Bewegungen auf der einen Seite und dem Gebetsapostolat andererseits, das ganz aus der Verehrung des Herzens unseres Herrn hervorgeht." Weltweit ist das Gebetsapostolat derzeit in rund 1.600 Bistümern verbreitet. Es wird in Rom von Pater van Doren SJ koordiniert und von den jeweiligen Nationalsekretären und Diözesandirektoren vor Ort organisiert. Konkret nehmen die Christen, die in dieser Tradition des Gebetsapostolats stehen, die monatlichen Gebetsanliegen des Papstes und der Kirche auf. Die 1968 erfolgte erneute Bestätigung der Statuten des Gebetsapostolats übernimmt vom Zweiten Vatikanischen Konzil die Hochschätzung der »Laien«, also die Heiligung des Alltags. Sie nennt die religiösen Übungen des Gebetsapostolats ein Programm christlicher Vollkommenheit und Seelsorge. Materialien und weitere Informationen:
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des
Gebetsapostolats
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