Deutsche Provinz der Jesuiten
Die Wasserfälle von Iguazu, die heute zu Argentinien und Brasilien gehören.

Das verlorene Paradies

Vor 250 Jahren wurden die Jesuiten aus Lateinamerika vertrieben. Am 2. April 1767 unterzeichnete der spanische König Carlos III den Erlass, der die Verbannung der Jesuiten vom spanischen Besitz in Amerika verordnete. Vor allem im Gebiet des heutigen Paraguay hatten sie sich den Guaraní-Indianern zugewandt und mit den sogenannten Reduktionen ein faszinierendes Evangelisierungs- und Sozialprogramm verwirklicht.

Nachdem er den strapaziösen Aufstieg am Rande der gewaltig tosenden Wasserfälle geschafft hat, läuft Pater Gabriel ein Stück durch den Urwald und setzt sich auf einen Felsbrocken im Flussbett. Er holt seine Oboe hervor und beginnt zu spielen. Verzaubert durch die Melodie lassen die Guaraní-Indianer, die den Eindringling längst entdeckt haben, Pfeil und Bogen sinken. Langsam kommen sie näher, um den musizierenden Jesuiten genauer zu betrachten. Mit zitternden Fingern und flatterndem Atem spielt er weiter. Er ist kein Sklavenjäger und er kommt nicht mit bösen Absichten. Das ist die Botschaft der Musik und die Guaraní-Indianer fassen Vertrauen zu diesem sonderbaren weißen Mann. Die Szene ist ein Schlüsselmoment im Film "The Mission" über die Jesuitenreduktionen in Paraguay. 1986 wurde er mit Jeremy Irons in der Rolle des Pater Gabriels gedreht und auch 30 Jahre später hat der Film nichts von seiner Faszination eingebüßt. Genauso wenig wie die ihm zugrundeliegenden historischen Begebenheiten.

Siedlungen für Ureinwohner

Im Jahr 1604 wurde die Jesuitenprovinz Paraguay gegründet, die ein riesiges Gebiet umfasste und sich über Paraguay hinaus auch auf Teile der heutigen Länder Argentinien, Brasilien und Uruguay ausdehnte. Sie bildet den geografischen Rahmen, in dem damals 30 sogenannte Reduktionen entstanden, die im Laufe der Zeit je nach Blickwinkel auch als Jesuitenstaat, Heiliges Experiment, christlich-kommunistische Republik, verlorenes Paradies oder Land ohne Übel galten und die Phantasie von Schriftstellern, Philosophen und Theologen beflügelten. Der Begriff Reduktion stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Zusammenführung. Die Reduktionen waren von Jesuiten gegründete Siedlungen für die südamerikanischen Ureinwohner, um sie aus einem überwiegend nomadischen Leben in die Sesshaftigkeit zu führen, sie zu evangelisieren und sie vor der Sklaverei zu beschützen.

Ruinen der Reduktion Trinidad, die 1706 gegründet wurde.

Schutz vor Sklavenjägern

Südamerika war zur damaligen Zeit aufgeteilt zwischen den beiden Kolonialmächten Spanien und Portugal. Vor allem portugiesisch-brasilianische Sklavenhändler, die sogenannten Paulistas, machten in Paraguay Jagd auf die Guaraní-Indianer, um sie als Arbeitskräfte an Plantagen, Bergwerke und Privathaushalte zu verkaufen. Schätzungen zufolge wurden rund 300.000 Guaraní-Indianer Opfer der Sklavenjäger. Guaraní bedeutet Krieger in der Sprache der Ureinwohner und weist auf einen kämpferischen Charakter des Volkes hin, das sich auch gegen die Sklavenjäger zur Wehr setzte. Aber den Feuerwaffen der Paulistas waren die Guaraní mit Pfeil und Bogen unterlegen.

Guter Boden und gutes Wasser

Die Jesuitenreduktionen boten ihnen Schutz und Sicherheit. Die erste Reduktion San Ignacio Guazú wurde 1609 gegründet und die Reduktion Trinidad war 1706 eine der letzten Gründungen. In Hochzeiten lebten in den insgesamt 30 Siedlungen mehr als 140.000 Guaraní. Pater Diego de Torres, der erste Jesuitenprovinzial in Paraguay, gab seinen Mitbrüdern genaue Anweisungen für die Gründung von Reduktionen: "Ihr müsst den Ort sorgfältig auswählen, denn er soll genügend Platz für viele Indianer bieten, er soll über guten Boden und gutes Wasser verfügen, um eine fruchtbare Landwirtschaft aufbauen zu können, auch Fischfang und Jagd sollen möglich sein. Deshalb müsst ihr vorher gewissenhaft Informationen von den Indianern einholen, vor allem von ihren Kaziken."

Plan der Jesuitenreduktion von São Miguel Arcanjo, Brasilien.

In der Mitte die Kirche

Die Jesuiten lernten die Sprache der Guaraní, um ihre Kultur und ihre Traditionen zu verstehen. Sie respektierten die Rolle des Kaziken, des Häuptlings. Sie knüpften an die reiche spirituelle Welt der Guaraní an, um sie zum Christentum zu führen. Die Reduktionen waren Missionsdörfer. Im Mittelpunkt jeder Siedlung stand eine Kirche, oft prachtvolle Barockbauten nach Entwürfen von Jesuitenarchitekten. Neben der Kirche gab es zwei Gebäudekomplexe mit großen Innenhöfen. Hier befanden sich die Zimmer der Patres, die Schule für die Kinder sowie die verschiedenen Werkstätten. Der Tagesablauf in den Reduktionen war fest vorgegeben und hatte mit seiner Mischung aus Arbeit, Gebet und Unterricht eine nahezu klösterliche Struktur. Alle Dorfmitglieder zwischen 14 und 50 Jahren gingen einer Tätigkeit nach, die frei nach individuellen Fähigkeiten gewählt werden konnte. Neben den Aufgaben in der Landwirtschaft gab es Werkstätten für Holz-, Keramik- und Schmiedearbeiten, für Bildhauerei und Malerei, für den Bau von Musikinstrumenten, für die Herstellung von Stoffen, Kleidung und Alltagsgegenständen. Die Geschicklichkeit, mit der die Guaraní-Indianer die verschiedenen Kunsthandwerke ausübten, löste Bewunderung aus. "Sie machen Taschenuhren, drucken kleine Hefte, zeichnen Landkarten und sind geschickt in allen Handarbeiten, vorausgesetzt, sie haben das Original oder ein Modell vor Augen", berichtete ein Zeitgenosse.

Hunderte verschiedener Musikinstrumente wurden in Werkstätten von Guaraní gebaut und zwischen den Stationen ausgeliehen.

Musikalische Naturtalente

Innerhalb der Reduktionen wurde ausschließlich Guaraní gesprochen. Die Jesuiten verschriftlichten die bis dahin nur mündlich existierende Sprache und übersetzten verschiedene Bücher ins Guaraní. Durch die Schulpflicht in den Reduktionen verschwand der Analphabetismus und es entstanden viele literarische Werke. Die Musik war eine weitere Säule in der Erziehung und Evangelisierung. Jede Reduktion hatte ihren eigenen Chor und Musiklehrer für die verschiedensten Streich- und Blasinstrumente. Musik war allgegenwärtig in den Reduktionen: bei den Messen, im Katechismus-Unterricht, bei der Arbeit auf den Feldern, in den Häusern und während der täglichen Gebete. Musikalisch ausgebildete Jesuiten wie der Italiener Domenico Zipoli komponierten Messen und Musikstücke für den Gebrauch in den Reduktionen. Die Guaraní-Indianer erwiesen sich als musikalische Naturtalente, "als wären sie geboren für die Musik", schrieb Pater Anton Sepp, der als Pfarrer und Musiklehrer in den Reduktionen wirkte.

Florian Baucke: Honigernte in einer Jesuitenreduktion

Florierende Wirtschaft

Von Beginn an waren die Reduktionen wirtschaftlich unabhängig. Auf großen Flächen wurde Viehzucht betrieben sowie Mais, Gerste, Weizen, Reis, Baumwolle, Zuckerrohr, Wein und Tabak gepflanzt. Den Jesuiten gelang es damals als ersten, Matepflanzen zu kultivieren und systematisch anzubauen. Die Guaraní-Indianer hatten die Blätter des wildwachsenden Matebaumes seit jeher wegen ihrer belebenden Wirkung als Genuss- und Arzneimittel benutzt. Der Mate-Tee, der bis heute ein Nationalgetränk in Paraguay und Argentinien ist, wurde für die Reduktionen zu einem wichtigen Handelsgut. Die landwirtschaftlichen und kunsthandwerklichen Produkte der Siedlungen fanden aufgrund ihrer Qualität und durch die Vernetzung der Jesuiten einen guten Absatzmarkt. Die Reduktionen wurden zu florierenden Gemeinwesen, der Gewinn floss in Gemeinschaftsprojekte und wurde auf alle Mitglieder gleichermaßen aufgeteilt.

Auflösung und Vertreibung

Der Erfolg der Reduktionen und der Einfluss der Jesuiten waren allerdings einigen Kreisen ein Dorn im Auge. In einer Gesellschaft, in der viele immer noch glaubten, die Ureinwohner hätten keine Seele und dürften deshalb wie Tiere behandelt werden, galt es als freche Anmaßung der zum Teil auch noch ausländischen Jesuiten, dass sie den Guaraní-Indianern Würde, Rechte, Wohlstand und Bildung zugestanden. Da die Reduktionen relativ abgeschieden lagen und der Zugang zu ihnen für Nicht-Indigene restriktiv gehandhabt wurde, brodelten bald Gerüchte und Verleumdungen. Jesuiten und Reduktionen gerieten schließlich zwischen die Mühlsteine kolonialer Machtpolitik. Nachdem bereits 1759 Portugal und Brasilien die Ausweisung der Jesuiten angeordnet hatten, zog Spanien nach und erließ im Jahr 1767 ein Verbot des Ordens. Die Reduktionen in Paraguay wurden aufgelöst und alle Jesuiten aus den spanischen Kolonien vertrieben.

Messe im Noviziat in San Ignacio.

Unvergessenes Erbe

Das Heilige Experiment der jesuitischen Siedlungen für die Guaraní-Indianer endete vor genau 250 Jahren. Erst 1927, vor 90 Jahren, kehrten die Jesuiten nach Paraguay zurück. Sie sind heute in vielfältigen Bereichen der Pastoral-, Bildungs- und Sozialarbeit tätig. Das Erbe der Reduktionen haben sie nicht vergessen. Verfallene Bauten und zerstörte Kunstschätze wurden mit internationaler Hilfe restauriert. Sieben der ehemaligen Guaraní-Siedlungen sind heute als Weltkulturerbe der UNESCO anerkannt und eine touristische Route führt durch die Reduktionen mit ihren Kirchen, Ruinen und angeschlossenen Museen. Vor fast zehn Jahren ist auch das Noviziat, die Ausbildungsstätte für angehende Jesuiten mit einem angeschlossenen Begegnungsort für interessierte Jugendliche, in die erste Reduktion und heutige Stadt San Ignacio zurückgekehrt. „Der Garten, vor allem der äußerst fruchtbare Gemüsegarten des Hauses, der von den Novizen selbst gepflegt wird, wo verschiedene Sorten tropischer Früchte und Gewürze angepflanzt werden, ist derselbe Garten wie jener der Patres der alten Reduktion“, erklärt Pater Alberto Luna, der Provinzial der Jesuiten in Paraguay. Für ihn ist das alte Erbe vor allem eine Verpflichtung, sich auch heute den Armen und Ausgegrenzten zuzuwenden. Und dazu gehört in Paraguay leider immer noch die indigene Gruppe der Guaraní.

Guaraní heute

Zwar ist Guaraní seit der Verfassung von 1992 in Paraguay neben Spanisch zweite Amtssprache und mehr als 80 Prozent der Bevölkerung hat Guaraní-Kenntnisse. Aber für die wenigsten ist es ihre Muttersprache. Von den insgesamt 6,7 Millionen Einwohnern gehören knapp 85.000 zu den indigenen Gruppen. Es gibt heute also deutlich weniger Guaraní-Indianer als vor 250 Jahren allein in den Jesuitenreduktionen gelebt haben. Und ihre Lebensbedingungen haben sich im Vergleich zu früher auch nicht wesentlich verbessert.

Guaraní-Kinder durchsuchen den Abfall nach verwertbaren Dingen.

Besuch in Ñu Poty

Ein Besuch im Dorf Ñu Poty nahe der ehemaligen Reduktion Trinidad. Ñu Poty bedeutet übersetzt blühendes Land. Der Guaraní-Name für das Dorf ist entweder ein Tribut an die Vergangenheit oder eine zynische Irreführung: 22 indigene Familien leben hier in direkter Nachbarschaft einer stinkenden Müllhalde in zusammengezimmerten Hütten aus Holz und Plastikplanen. Einige der Dorfbewohner arbeiten auf der Müllhalde. Sie durchsuchen den Abfall nach verwertbaren Dingen, die sie verkaufen können. Das Einkommen ist spärlich und das Leben ärmlich. "Hier im Departement Itapúa gibt es 40 indigene Dörfer", sagt Pater Ricardo Jacquet. "Nur für die Hälfte gibt es eine Schule und auch die Gesundheitsversorgung ist nur über eine mobile Ambulanz gegeben, die zweimal im Jahr vorbeikommt. Die Böden in den Dörfern sind ausgelaugt und bringen nur noch wenig Ertrag. Das fruchtbare Land haben viele Kaziken, die Chefs der Dorfgemeinschaften, an ausländische Firmen für den großflächigen Anbau von Monokulturen wie Soja verpachtet. Das Geld landet in den Privattaschen der Vermittler und offiziellen Vertreter der Indígenas, die in den Städten leben. In den Dörfern dagegen ist die Situation alarmierend: mangelernährte Kinder, die an Rachitis leiden und greisenhafte Gesichter haben. Auch Armutskrankheiten wie Tuberkulose und sogar Lepra, die man besiegt glaubte, lassen sich hier finden."

Gefühl der Entfremdung

Pater Ricardo unterrichtet an der katholischen Universität Itapúa. Gemeinsam mit verschiedenen Fakultäten der Universität hat der Jesuit, unterstützt vom Orden und vom Bistum, vor zwei Jahren ein ehrgeiziges Projekt gestartet: die Misión Guaraní. Es geht darum, die Idee der alten Reduktionen unter neuen Vorzeichen wieder aufleben zu lassen. Und zwar in Form einer "Eco-Aldea Escuela", einer Schule für ein ökologisches Dorf. Was ist damit gemeint?

"Das Drama indigener Armut ist nicht nur ein Mangel an Geld und Bildung, sondern ein tiefes Gefühl der Entfremdung", holt Pater Ricardo aus. "Die Guaraní haben eine reiche Kultur mit tiefer Lebensphilosophie, Naturverbundenheit und Spiritualität, die aber in der paraguayischen Mehrheitsbevölkerung keinen Ort hat. Die Indígenas wurden immer an die Nicht-Orte gedrängt, noch heute finden Sie im Stadtbild die Indígenas nicht in Restaurants, Cafés, Geschäften oder Büros, sondern nur an Straßenecken, auf Marktplätzen und Gehwegen, den flüchtigen Blicken der Gleichgültigkeit und Verachtung ausgesetzt. Mit unserem Projekt wollen wir von der ökologischen Pädagogik der Guaraní ausgehen und ihre kulturellen, spirituellen und künstlerischen Ausdrucksformen wiederbeleben."

Von Fischzucht bis Malerei

Was in den Worten von Pater Ricardo vielleicht etwas philosophisch abstrakt klingt, ist in der Umsetzung umso anschaulicher: Die Dorfbewohner in Ñu Poty haben begonnen, ein Gemeinschaftshaus aus alten Autoreifen zu bauen und einen Gemüsegarten anzulegen. Zehn Jugendliche und junge Erwachsene des Dorfes sind in das Stipendienprogramm aufgenommen worden, um ihren Schulabschluss nachzuholen. Zehn Dörfer sind in der ersten Phase Teil des Projektes. Neben dem Stipendienprogramm für die formale Schul- und Hochschulbildung gibt es für Kinder und Jugendliche in den Dörfern auch Workshops in Malerei, Musik, Keramik, Instrumentenbau und Nutzung von Recyclingmaterial. Lehrer und Lehrerinnen der Dorfschulen werden für die Kultur der Guaraní sensibilisiert. Kurse in nachhaltiger Landwirtschaft befähigen 173 junge Guaraní, den Anbau in den Dörfern neu zu organisieren. Fischzucht und Bienenzucht werden eingeführt. Ein Ernährungsprojekt mit speziellem Mais bekämpft die Mangelernährung der Kinder. Um die Trinkwasserversorgung in den Dörfern zu verbessern, werden traditionelle Brunnen gebaut und Gesundheitsstationen eingerichtet, in denen auch die Heilkunst der Guaraní gelehrt und praktiziert wird. Auf einem 37 Hektar großen Grundstück, das der Staat dem Projekt schon übergeben hat, soll in einem zweiten Schritt ein Internat für 200 Kinder und Jugendliche entstehen, die in weit abgelegenen Dörfern wohnen und bisher nur unregelmäßig die Schule besuchen.

Vision für die Zukunft

Jedes der verschiedenen Projekte wird von der passenden Fakultät der Universität Itapúa begleitet und viele Studierende engagieren sich ehrenamtlich in den Dörfern. Pater Ricardo hat die Gabe zu begeistern, zu vernetzen und zu motivieren. Und wenn man ihn in der Begegnung und im Gespräch mit den Guaraní-Indianern sieht, wird schnell klar: Er versteht und liebt die Menschen und ihre Kultur. Es sind ihre Hoffnungen und ihre Träume, für die er sich stark macht. Vielleicht ist das Paradies doch nicht verloren.

Judith Behnen, Jesuitenmission

Unterstützen Sie das Projekt von Pater Ricardo

Die Arbeit in den Dörfern in Itapúa kostet in den nächsten drei Jahren jeweils 80.000 Euro - enthalten sind darin Schulstipendien, Kurse und Aufbau nachhaltiger Landwirtschaft, Maßnahmen für bessere Gesundheit und Ernährung, Workshops in Kunst und Musik, Nachhilfeunterricht für die Kinder, der Bau von ökologischen Gemeinschaftshäusern und die Gründung von Kooperativen. Pro Dorfbewohner kostet das Projekt 70 Euro im Jahr - eine überschaubare Summe, die ein Leben zu verändern vermag.

Spendenkonto Jesuitenmission
IBAN: DE61 7509 0300 0005 1155 82
BIC: GENO DEF1 M05
Stichwort: X31171 Guarani

letzte Aktualisierung am 14.03.2017