
Auf den ersten Blick mag die Kombination „Exerzitien und Film“ sowohl eingefleischte Kinogängerinnen als auch erfahrene Exerzitanden irritieren, denn noch immer - und manchmal nicht einmal zu Unrecht - gilt der Film als vergleichsweise leichte, ja oberflächliche Kunst; und noch immer - und hoffentlich nicht zu Unrecht - sind Exerzitien ein Synonym für ernsthaftes und strenges Üben.
Sie können Ihnen dienen, wenn Sie sich eingehender fragen möchten: „Was habe ich in der vergangenen Zeit eigentlich gemacht?“ Sie können Ihnen dienen, wenn Sie Ihren Kompass neu ausrichten möchten; wenn Sie sich tiefer in die Grundbotschaften des Evangeliums einwurzeln möchten, wenn Sie vor einer wichtigen Entscheidung stehen und diese Entscheidung auf christlicher Grundlage fällen möchten oder wenn Sie sich ernsthaft fragen, zu welchem Leben Sie als Christin, als Christ eigentlich berufen sind. In all diesen Fällen haben sich Ignatianische Exerzitien schon ungezählte Male als sehr hilfreich erwiesen.
Wir gehen davon aus, dass passende Filme jene Dynamik, welche in den Exerzitien angestrebt wird, unterstützen oder sogar verstärken. Zuweilen werden uns ja vor der Leinwand Szenen unseres eigenen Lebens, die uns längst entglitten waren, neu bewusst. Bilder können sich tief ins Gemüt, in die Seele einbrennen und länger nachwirken als Worte; zumal dann, wenn sie sich langsam aneinander reihen. Und von Bildern kann eine eminent reinigende Wirkung ausgehen. All diese Phänomene weisen darauf hin, dass Filme ein Medium sind, das jenen Aufbruch zum neuen Leben, den die Ignatianische Exerzitien anzielen, unterstützt und vertieft.
Filme spirituell erfahren geschieht dann, wenn sich Menschen der Kombination „Film und Exerzitien“ aussetzen; dann, wenn sie im Schweigen meditieren und im Ignatianischen Stil beten wollen; dann, wenn sie Eucharistie feiern und sich täglich von einem Film inspirieren lassen wollen, der erzählt, wie Menschen in den Spannungsfeldern von „Revolte und Moral“ und „Freiheit und Zwang“ aufbrechen.
P. Franz-Xaver Hiestand & P. Christof Wolf SJ
Film-Exerzitien – ein moderner Weg, um sich von Jesus formen zu lassen - von Franz-Xaver Hiestand SJ
Kinoleben oder der andere Blick auf dich selbst - Erfahrungsbericht von Margret Mellert
Kino – Zauberwelt oder Tor zum eigenen Leben? - Erfahrungsbericht von Andrea Zwicknagl
Gott im Film finden (Münchner Kirchenzeitung Febr 2012) - von Karin Hammermaier
Kontakt und Anfragen:
P. Christof Wolf SJ und P. Franz-Xaver Hiestand SJ
Hinter dem Horizont. Film-Exerzitien
Datum: 25. April – 1. Mai,
Fr 18.00 - Do 11.00 Uhr
Ort: Dresden Haus HohenEichen
Begleitung: P. Christof Wolf SJ, P. Wilfried Dettling SJ
Die Krise, das Abenteuer und der neue Blick
Datum: 23. – 29. März, So 17.00 - Sa 10.15 Uhr
Ort: Exerzitienhaus Schloss Fürstenried
Begleitung: P. Christof Wolf SJ, Cosima Kiesner CJ, Monika Hirschauer
Hinter dem Horizont. Film-Exerzitien
Datum: 13. - 18. Oktober, So 17.00 - Fr 13.00 Uhr
Ort: Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn / Schweiz
Leitung: P. Franz-Xaver Hiestand SJ, P. Christof Wolf SJ
Film-Exerzitien
Datum: 29. September - 5. Oktober, So 18.00 - Sa 10.00 Uhr
Ort: St. Thomas - Exerzitienhaus des Bistums Trier
Begleitung: P. Christof Wolf SJ, Petra Stadtfeld
„Im Kino gewesen. Geweint.“ (Franz Kafka). Zugänge zur spirituellen Dimension von Filmen
Datum: 12. - 14. April
Ort: Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn / Schweiz
Leitung: P. Franz-Xaver Hiestand SJ, P. Christof Wolf SJ
An diesem Wochenende wird das spirituelle Potenzial von Filmen freigelegt und zur Diskussion gestellt.
Mit anderen Augen sehen. Film-Exerzitien
Datum: 3. – 9. März,
So 18.00 - Sa 10.00 Uhr
Ort: Dresden Haus HohenEichen
Begleitung: P. Christof Wolf SJ, P. Wilfried Dettling SJ
Bewegte Bilder öffnen Geschichten. Film-Exerzitien
Datum: 24. Februar. – 2. März,
So 17.00 - Sa 10.30 Uhr
Ort: Exerzitienhaus Schloss Fürstenried
Begleitung: P. Christof Wolf SJ, Monika Hirschauer
6 Day Film Retreat
Date: Nov 1 – 8, Fri 17.00 – Fri 10.30
Location: St. Beuno's Ignatian Spirituality Center / UK
Retreat Director(s): St. Beuno's Team