Ignatiushaus Frankfurt/M

Ignatiushaus - wie wir leben

Wir sind derzeit eine Gemeinschaft oder, wie wir gewöhnlich sagen "Kommunität" von 14 Jesuiten. Von diesen wohnen elf im Ignatiushaus. Die zwei anderen sind "aushäusige Mitbrüder". Sie leben und arbeiten andernorts. Wie leben wir?
Unser Leben wird dadurch bestimmt, dass wir im Zentrum der Stadt Frankfurt wohnen. Wenn wir aus unseren Fenstern schauen, sehen wir Hochhäuser. Wenn wir unser Haus verlassen, stoßen wir nach wenigen Minuten auf die Alte Oper oder auf den Campus Westend der Universität oder wir sind im berühmten Viertel, das man in Frankfurt "das Westend" nennt. Wir hören die unentwegt über den Reuterweg fahrenden Autos. Das lebendige, auch unruhige Leben in der Nähe der Frankfurter City prägt die Atmosphäre unserer unmittelbaren Umgebung.

Unser Haus bildet ein Ensemble mit der Ignatiuskirche, in der sich die Ignatiusgemeinde zu ihren Gottesdiensten trifft. Die Ignatiuskirche ist die uns Jesuiten übertragene Rektoratskirche. Die Ignatiusgemeinde gehört seit Anfang 2014 zur Frankfurter Dompfarrei Sankt Bartholomäus. Der Kirchenrektor dieser Gemeinde, P. Bernd Günther, dem P. Fabian Loudwin zur Seite steht, gehört zu unserer Kommunität. Die anderen Mitglieder der Kommunität lassen sich immer wieder zu der einen oder anderen Aufgabe in der Gemeinde einsetzen. Die Nähe der Gemeinde, die in unserem Haus ihr Gemeindebüro und mehrere andere Räume hat, in denen sich Gruppen treffen können, prägt die Atmosphäre unseres Wohnens und Lebens deutlich mit.

Das Haus, das wir bewohnen, wurde in den Jahren 2006 bis 2007 von Grund auf erneuert. Der erste und wichtigste Raum ist die Kapelle. Man sieht ihren Eingang, sobald man das Haus betreten hat. Hier treffen wir Jesuiten uns zu kürzeren Gebetszeiten oder zu gemeinsamen Gottesdiensten. Die Kapelle steht aber auch für Gottesdienstbesucher und Gruppen aus der Gemeinde zur Verfügung.  

Im obersten Stockwerk des Ignatiushauses lebt eine kleine Gemeinschaft der "Congregatio Jesu". Die Schwestern bilden eine eigene Kommunität. Sie sind in verschiedenen pastoralen Aufgaben im Frankfurter Raum tätig. Die Schwestern nehmen bisweilen an den Gottesdiensten der Jesuitenkommunität teil. Ansonsten freuen wir uns, wenn wir uns begegnen, legen aber auch darauf Wert, dass die Schwestern ihren Eigenbereich haben, so wie wir es in entsprechender Weise ebenfalls tun.

Wir 14 Jesuiten haben unterschiedliche Aufgaben. Die einen begleiten als Seelsorger Kranke und deren Angehörige. Sie sind auch Ansprechpartner für die, die in den Krankenhäusern arbeiten. Ein Mitbruder ist Seelsorger für behinderte Menschen. Zwei engagieren sich in Gemeinden von Katholiken anderer Muttersprache. Die anderen sind gemeindeseelsorglich tätig - in der Sankt Ignatius und aushilfsweise in Sankt Antonius oder in der Kath. Hochschulgemeinde der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Wieder andere begleiten Menschen bei ihrem Bemühen um ein lebendiges geistliches Leben. Schließlich verbringen einige viel Zeit mit Büchern, lesend, schreibend. Die Zeitrhythmen und die Aufmerksamkeitsfelder sind also nicht deckungsgleich. Was wir gleichwohl gemeinsam tun - gemeinsame Gebetszeiten, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Erholungszeiten -, ist so angelegt, dass es mit den Verpflichtungen der Einzelnen zusammenpasst. Da gibt es einige feste Zeiten, anderes wird aktuell vereinbart. 

Frankfurt ist eine Stadt, in der sich viele Wege kreuzen. Das bringt es mit sich, dass wir häufig besucht werden. Darüber freuen wir uns, und wir versuchen, gute Gastgeber zu sein.

Ignatiushaus der Jesuiten

Elsheimerstr. 9
60322 Frankfurt/Main

Tel. 069-719114-0
Fax 069-719114-70

 

letzte Aktualisierung am 29.06.2017