Deutsche Provinz der Jesuiten

Aktuelles

01.09.2017

Sprachkurs: Einen Monat Deutsch pauken und Münchner Luft schnuppern

Die Jesuiten-Schüler(v.l.n.r.) Aloysius Lubega SJ, Benjamin Bevc SJ, Francisco Martins, Bojan Bijelić, Henry Shea, Artur Patalong, Marius Jocys, Kundong Kim, Šimo Marinović mit ihrer Sprachlehrerin Cornelia Wellner (auf dem Bild fehlt Edwin Ritesh Dungdung).

München - Uganda, Kroatien, Indien und USA - einmal um die ganze Welt könnte man reisen, wollte man die diesjährigen Sprachkursschüler  in ihren Heimatländern besuchen. In der Regel ist das Formation Center an der Hochschule für Philosophie in München jedes Jahr Gastgeber für zehn Jesuiten aus aller Welt, die als Vorbereitung auf ihr Theologie- oder auch Philosophiestudium einen Monat lang Deutsch pauken. Im Bild sehen Sie die Gruppe der Fortgeschrittenen, die unter der fachkundigen Leitung von Cornelia Wellner auf das Sprachniveau B2 zielen.

Aloysious Lubega SJ aus Uganda, ganz links im Bild, hat sich dazugesellt, obwohl  der Lehrer für Englisch und Geographie zur zweiten Gruppe der Anfänger gehört. Nur wenige Tage in Deutschland versucht er mit wenigen Brocken schon Konversation zu machen. In seiner "Arbeits-Provinz" Südsudan ist er an Internationalität gewöhnt- dort sind  die fünf Nationen Uganda,  Sudan, Äthiopien, Kenia und Tansania - zusammengefasst.  An Deutschland gefallen ihm "the Way of life", die Lebensart und der Ordnungssinn. Auch die Sicherheit, in der die Deutschen leben - kein Vergleich zu seiner Heimat. Erstaunlicherweise hält er die Deutschen für sehr stille Menschen, eine Beobachtung, die auch Bojan Bijelić SJ aus Kroatien macht. "Bei uns zuhause sind die Menschen viel lauter, gesprächiger, jeder spricht mit jedem."  Er amüsiert sich, dass es immer wieder Worte zu lernen gibt, die er eigentlich schon kennt, wie Schraubenzieher oder Besteck. Das sind Überbleibsel des Einflusses der Donaumonarchie.  Für Bojan und Kroaten seiner Generation ist Deutschland das große Vorbild: "Die Deutschen machen alles besser, es gibt hier mehr Arbeit und man arbeitet effizienter", sagt er.

Jörg Nies SJ, der im Bellarmino in Rom Spiritualität studiert, hat in den Sommerferien den Betreuungsauftrag für die Sprachschüler bekommen. Dieses Mal sei es schon etwas aufregend gewesen, weil es viel hin und her gegeben habe. Da war einem Studenten aus Indien kein Visum für Deutschland erteilt worden; auch seien unverhofft ein Litauer und ein Amerikaner dazu gestoßen. Aber bei den Streifzügen durch München, den Englischen Garten und die Fußgängerzone auf dem Weg zur Messe in St. Michael, erleben die jungen Männer, wie bunt München ist, fast so bunt wie die Gesellschaft Jesu.




letzte Aktualisierung am 02.08.2017