29.08.2019 19:30 - 21:30
Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Was hat Führung mit Spiritua­lität zu tun? Wie kann man als Christ gut führen? Aus der langen spirituellen Tradition des Jesuitenordens berichtet P. Stefan Kiechle, der lange der "Deutschlandchef" des Jesuitenordens war.

Soirée am Dom - Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Referent: P. Stefan Kiechle SJ    

Führung ist unmöglich und korrumpiert? Überhaupt nicht, sagt Stefan Kiechle. Der Jesuit war lange Chef des Ordens in Deutschland und weiß aus eigener Praxis, dass Führungsstärke und Empathie, Achtsamkeit und Wirksamkeit sich nicht ausschließen, sondern zusammengehören und sich bedingen. Aus der Spiritualität seines Ordensgründers Ignatius von Loyola schöpfend, zeigt Stefan Kiechle, wie man sich selbst und andere gut führt, trotz aller Abgründe der Macht. Unterscheidung der Geister ist gefragt, um mit Herz und Verstand die richtigen Entscheidungen zu treffen.
"Wir Jesuiten führen viel: Wir leiten Schulen und Universitäten, Gemeinden und Sozialprojekte, Medienhäuser und Verlage, Zeitschriften und Exerzitienhäuser. Auch bilden wir Menschen aus, die führen lernen wollen und sollen - Elite zu bilden, war immer unser Anspruch. Zugleich leben wir Spiritualität: Vom Geist wollen wir uns selbst und unser Handeln für die Menschen leiten lassen. Unsere Spiritualität ist eigentümlich, wir nennen sie 'ignatianisch' nach unserem Gründer, dem heiligen Ignatius von Loyola (1491-1556). Sie hat viel mit Unterscheiden zu tun - den guten Geist vom bösen Geist unterscheiden - und in der Folge mit Entscheiden: für sich selbst und für andere das Gute oder Bessere auswählen und umsetzen." (Stefan Kiechle)

Veranstalter: Stefan Kiechle SJ