13.05.2019 19:30 - 21:00
Heinrich Pesch Haus
Frankenthaler Straße 229
67059 Ludwigshafen

Seit der Gründung der modernen Türkei im Jahr 1923 bis hinein in die Gegenwart gibt es eine Spannung zwischen Säkularität und Religion. Einerseits strebt das Land an, Mitglied der Europäischen Union zu werden und unter Beachtung der Säkularität die westlichen Freiheitswerte zu verwirklichen, andererseits wird die islamische Religion zunehmend als Identitätsmerkmal für die türkische Gesellschaft hervorgehoben. Wie geht dieses Land, das geostrategisch
von solcher Bedeutung ist, mit religiösen Minderheiten um? Womit müssen die Christen im Land
rechnen? Wohin steuert die Türkei und was bedeutet dies für das Zusammenleben mit türkischstämmigen
Mitbürger*innen in Deutschland?

Der Vortrag möchte einerseits einen geschichtlichen Rückblick auf das Verhältnis von Religion und Staat in der modernen Türkei geben und andererseits auf die aktuellsten Entwicklungen  Verfassungsänderung und Einführung des Präsidialsystems) hinweisen.

Referent: Dr. Timo Aytaç Güzelmansur leistete in der Türkei Militärdienst und studierte in Augsburg, Rom und Frankfurt Philosophie und Katholische Theologie. Er war persönlicher Referent des Bischofs von Anatolien und leitet seit 2012 CIBEDO, die Christlich-Islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle der Deutschen Bischofskonferenz.

Moderation und Leitung: Dr. Matthias Rugel SJ, Mathematiker und Philosoph, Referent für Weltanschauung, Spiritualität und Flüchtlingsfragen im Heinrich Pesch Haus

Veranstaltung in Kooperation mit der Rupert Mayer-Gilde

Für diese Veranstaltung wurden Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz beantragt.

Veranstaltungsort
Heinrich Pesch Haus - Katholische Akademie Rhein-Neckar

Anmeldung

Organisator: Matthias Rugel SJ