Glossar

Ehelosigkeit (*Keuschheit)

Warum leben Ordensmitglieder nach dem Gelübde der Ehelosigkeit?

Das Keuschheitsgelübde, auch als Gelübde der Ehelosigkeit bezeichnet, wird von Ordensleuten abgelegt gemäß dem evangelischen Rat, nicht zu heiraten. Es ist eines der drei evangelischen Räte (Armut, Keuschheit, Gehorsam) und bedeutet, dass die Ordensleute auf Ehe und sexuelle Beziehungen verzichten, um sich ganz Gott und ihrem Dienst zu widmen. Dieses Gelübde soll ihnen helfen, innerlich frei zu sein und sich voll und ganz auf ihre spirituellen und apostolischen Aufgaben zu konzentrieren.

Leben Jesuiten nach dem Gelübde der Ehelosigkeit?

Wie Mitglieder anderer Ordensgemeinschaften auch, entscheiden sich Jesuiten für ein Leben in Ehelosigkeit. Mit dem Gelübde der Ehelosigkeit verzichten Jesuiten auf die eheliche Gemeinschaft und stellen sich in die Gemeinschaft des Ordens, dem sie treu bleiben. Sie legen das Gelübde in der Absicht ab, in der dadurch gewonnenen Freiheit Gott zu dienen und den Menschen beizustehen, die ihren Rat und ihre Hilfe suchen.

Warum Leben Jesuiten in Ehelosigkeit?

Jesuiten sehen die Ehelosigkeit als einen Weg, um innerlich frei zu sein und eine tiefere Beziehung zu Gott zu entwickeln. Sie hilft ihnen, ihre Energie und Aufmerksamkeit auf ihre spirituelle Entwicklung und ihren Dienst an anderen zu richten.

Für Jesuiten stellt die Ehelosigkeit nicht nur eine persönliche Entscheidung dar, sondern sie ist auch eine gemeinschaftliche Verpflichtung. Ein Leben in Ehelosigkeit ermöglicht ihnen, sich ganz auf ihre Aufgaben zu konzentrieren und flexibel auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen, denen sie dienen. Bestärkt werden sie durch die Vertrautheit mit Gott und die Freundschaft mit Christus, die Gefährtenschaft mit den Mitbrüdern im Orden und den Dienst für die Mitmenschen.

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