Frater
Wer ist im Jesuitenorden ein Frater?
Im Jesuitenorden wird einerseits ein Novize als Frater (lat. „Bruder“) bezeichnet, andererseits aber auch ein Jesuit, der nach der zweijährigen Probezeit im Noviziat die Gelübde abgelegt hat. Erst bei der Priesterweihe wird er zum Pater.
Was ist der Unterschied zwischen einem Frater und einem Bruder?
„Frater“ ist lateinisch und heißt übersetzt „Bruder“. In vielen katholischen Männerorden werden diese beiden Begriffe synonym verwendet, um Mitglieder zu bezeichnen, die keine Priester sind. Sie legen die Ordensgelübde (Armut, Keuschheit und Gehorsam) ab und widmen sich verschiedenen Aufgaben in der Gemeinschaft und im Dienst für die Kirche und für die Gesellschaft. In manchen Orden, etwa bei den Franziskanern, ist es üblich, dass sich auch Priester als Brüder bezeichnen, um die brüderliche Gemeinschaft zu betonen.
Im Jesuitenorden werden die Begriffe „Frater“ und „Bruder“ nicht synonym verwendet. Ein Jesuit wird während des Noviziats und nach den Ersten Gelübden als Frater bezeichnet, bis er zum Priester (lat. „Pater“) geweiht wird. Ein Jesuitenbruder ist ein vollwertiges Mitglied des Jesuitenordens, jedoch studiert er nicht Theologie und empfängt nicht die Priesterweihe.