Ignatius von Loyola
Wie fand Ignatius von Loyola zum Glauben?
Ignatius von Loyola (1491–1556) ist der Gründer des Jesuitenordens. Geboren als Íñigo López de Loyola im Baskenland, begann er seine Karriere als Ritter. Eine schwere Verletzung im Jahr 1521 wurde für ihn zum Auslöser zur Umkehr. Während seiner Genesung las er religiöse Texte, die ihn tief beeinflussten und ihn dazu brachten, sein Leben Gott zu widmen.
Nach einer Zeit der Buße und des Gebets in Manresa schrieb Ignatius die „Geistlichen Übungen“, ein Handbuch für spirituelle Exerzitien, das bis heute Grundlage der ignatianischen Spiritualität ist. 1523 pilgerte er nach Jerusalem, kehrte jedoch nach Europa zurück, um Theologie zu studieren.
Wie gründete Ignatius von Loyola den Jesuitenorden?
1534 legte Ignatius zusammen mit sechs Gefährten in Paris das Gelübde ab, das später zur Gründung des Jesuitenordens führte. 1540 wurde der Orden von Papst Paul III. offiziell anerkannt. Die Jesuiten widmeten sich der Bildung, der Missionsarbeit und dem Einsatz für Arme mit dem Ziel, „den Seelen zu helfen“, was bedeutet, die Menschen auf ihrem Weg mit Gott zu unterstützen.
Was lag Ignatius von Loyola besonders am Herzen?
Ignatius betonte die Unterscheidung der Geister, um Gottes Willen zu erkennen und zu folgen. Er legte großen Wert auf Bildung und gründete zahlreiche Schulen und Universitäten. Sein Motto „Ad Maiorem Dei Gloriam“ („Alles zur größeren Ehre Gottes“) spiegelt sein Ziel wider, in allem, was Jesuiten tun, Gott zu verherrlichen.
Wie wird dem heiligen Ignatius von Loyola heute gedacht?
Ignatius starb 1556 in Rom und wurde 1622 heiliggesprochen. Sein Erbe lebt in den weltweiten Aktivitäten der Jesuiten weiter, die sich weiterhin der Bildung, der Seelsorge und dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit widmen. Der Gedenktag des heiligen Ignatius ist sein Todestag, der 31. Juli.
Kurzbiographie zu Ignatius von Loyola
- 1491 wird er in Azpeitia (Baskenland) geboren
- verbringt seine Jugend als Ritter im Dienst des Vizekönigs von Navarra
- bei der Belagerung der Festung Pamplona durch die Franzosen 1521 schwer verwundet
- auf dem Krankenlager erlebt er seine Bekehrung
- als Pilger unterwegs, macht er in einer langen Wüstenzeit in Manresa die innige Erfahrung Gottes
- kehrt mit 33 Jahren zurück auf die Schulbank und studiert Theologie
- in Paris legt er gemeinsam mit sechs Gefährten Gelübde ab
- die Männer stellen sich in Rom dem Papst zur Verfügung
- 1540 erfolgt die päpstliche Bestätigung der Gesellschaft Jesu
- die letzten Jahre seines Lebens leitet Ignatius den schnell wachsenden Jesuitenorden
- Jesuiten werden in alle Welt gesandt, sie predigen, haben diplomatische Aufträge, geben Exerzitien, missionieren, gründen Schulen
- im Sommer 1556 wird Ignatius von einer schweren Krankheit befallen
- am 31. Juli 1556 stirbt er in Rom