Letzte Gelübde (*Profess)
Was ist unter den „Letzten Gelübden“ zu verstehen?
Die „Letzten Gelübde“ werden auch als „Profess“ bezeichnet, was vom lateinischen „professio“ stammt und übersetzt „Bekenntnis“ oder „Hingabe“ bedeutet. „Profess“ bezeichnet die feierliche Form der Letzten Gelübde, bei der Jesuiten auch das vierte Gelübde ablegen und dem Papst besonderen Gehorsam in Bezug auf Sendung und Mission versprechen.
Somit sind Professen diejenigen Ordensmitglieder, die nach abgeschlossenen Studien und Ausbildung die vier feierlichen Gelübde der Armut, Ehelosigkeit, des Gehorsams und der Bereitschaft zu jeder Sendung durch den Papst abgelegt haben, was die Vorbedingung für die Ernennung zu Leitungsämtern im Orden ist. Alle Jesuiten werden durch die „Letzten Gelübde“ abschließend dem Orden eingegliedert.
Gibt es die Letzten Gelübde auch in anderen Ordensgemeinschaften?
Nicht nur Jesuiten, sondern auch andere katholische Ordensgemeinschaften sehen die Letzten Gelübde bzw. die Profess vor. Meist wird dort unterschieden zwischen der zeitlichen und der ewigen Profess. Bei der zeitlichen Profess werden Gelübde für einen begrenzten Zeitraum abgelegt, meist für drei Jahre. Sie dienen als Probezeit, in der die Ordensmitglieder ihre Berufung weiter prüfen können. Die ewige Profess folgt der zeitlichen Profess und einem weiteren Vorbereitungsprozess. Diese ewigen Gelübde legen Ordensmitglieder ab, die sich dauerhaft an den Orden binden. Zugleich bindet sich mit der Profess auch der Orden an dieses Mitglied.