Glossar

Pater

Wer ist ein Pater?

Der Begriff „Pater“ kommt aus dem Lateinischen und heißt auf Deutsch „Vater“. Im Plural spricht man von „Patres“. „Pater“ ist im Deutschen die Anrede für einen Ordenspriester. Ein Pater ist somit ein katholischer Priester, der einem Orden angehört. Die meisten Jesuiten sind jedoch Priester („Pater“) oder bereiten sich darauf vor („Scholastiker“). Es gibt aber auch im Jesuitenorden „Brüder“, die nicht zum Priester geweiht werden.

Wie wird ein Jesuit angesprochen, der ein Pater ist?

Im deutschen Sprachraum ist es üblich, Jesuiten mit dem Nachnamen anzusprechen, also zum Beispiel „Pater Müller“ oder „Bruder Maier“. Jesuiten tragen hinter ihrem Namen das Ordenskürzel „SJ“, das für „Societas Jesu“ steht. Dieses Ordenskürzel zeigt ihre Zugehörigkeit zur „Gesellschaft Jesu“.

Welche Rolle hat ein Pater im Jesuitenorden?

Patres sind oft in der Seelsorge tätig, leiten Gottesdienste, spenden Sakramente und bieten geistliche Begleitung an. Jesuitenpatres arbeiten auch in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Hochschulen, wo sie unterrichten und forschen. Einige Jesuitenpatres engagieren sich weltweit in missionarischen und sozialen Projekten, um den Menschen zu dienen und soziale Gerechtigkeit zu fördern.

Wie lebt ein Pater im Jesuitenorden?

Jesuiten leben nicht alleine, sondern sind Mitglied einer Kommunität. Sie leben also in Gemeinschaft und teilen ihren Alltag, was den Zusammenhalt und die spirituelle Verbundenheit stärkt. Es gibt kleine und größere Kommunitäten. Die Mitglieder entscheiden zusammen, wie sie ihr Gemeinschaftsleben, Gebet, ihre Mahlzeiten, Freizeit und ihren Austausch so gestalten, dass alle in der Kommunität gut leben und ihren meist ganz verschiedenen Aufgaben nachgehen können.  

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