P. Johannes Stoffers SJ Seit er 2018 dem Ruf der Päpstlichen Universität Gregoriana folgte, um Erkenntnislehre zu unterrichten, lebt P. Johannes Stoffers SJ in der Ewigen Stadt. Seit nunmehr drei Jahren ist der gebürtige Dortmunder zudem Studienpräfekt für die Ausbildungsstätte der Gesellschaft Jesu in San Saba, wo er junge Jesuiten aus Italien, Malta, Rumänien, Spanien, Portugal, Ungarn, Kroatien und Slowenien bei ihren philosophischen Studien begleitet. Im Sommer 2024 wurde er zusätzlich zum Studienpräfekten des Collegium Germanicum et Hungaricum (CGH) ernannt. Das CGH ist eines der ältesten päpstlichen Kollegien in Rom, in dem Priester für mehrere europäische Länder ausgebildet werden. „Meine Hauptaufgabe bleibt die Universität“, betont Stoffers. Die Materie seiner philosophischen Forschung und Lehre sei dabei eigentlich ganz säkular. Dennoch sieht er seine Arbeit als Dienst am Reich Gottes: Viele der Priesteramtskandidaten, Ordensleute, aber auch Laienstudentinnen und -studenten, die seine Kurse besuchen, bereiten sich auf einen kirchlichen Dienst vor. Sie werden, so Stoffers, in der einen oder anderen Weise das Evangelium verkünden. „Diese Menschen kann ich auf einer wichtigen Lebensetappe begleiten und ihnen helfen, das Denken zu weiten und kritisch gegenüber vorgefertigten Meinungen zu werden“, ist er überzeugt. Ein wichtiges Ziel sei es, sensibel für falsche Sicherheiten zu werden und sich gegenüber Anfragen von außen nicht abzuschotten. In San Saba gehe es bei der Begleitung von Scholastikern, also Jesuiten mit Ersten Gelübden in der Ausbildung, unter anderem um die Frage, was es bedeutet, als Jesuit Philosophie zu studieren. Im Unterschied zur ECE-Provinz wird in der EUM-Provinz, die Italien, Malta, Albanien und Rumänien umfasst, größerer Wert darauf gelegt, dass alle Scholastiker
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