Jubiläumskirche St. Michael lädt zur Beichte im Heiligen Jahr ein Erzbischof Reinhard Kardinal Marx hat die Jesuitenkirche St. Michael in München zur Jubiläumskirche im Heiligen Jahr 2025 ernannt. „Als Pilgernde sind wir berufen, nicht auf der Stelle stehen zu bleiben, sondern unser Leben als Weg in die Arme Gottes zu verstehen“, sagt Kirchenrektor P. Martin Stark SJ mit Blick auf das Motto des Heiligen Jahres: Pilger der Hoffnung. „Mit diesem Ziel vor Augen kann uns die Hoffnung niemals ausgehen.“ In St. Michael steht die Einladung zur Beichte im Vordergrund. Mitten in der belebten Münchner Fußgängerzone gelegen, sind Beichtgespräche mit Einheimischen und Touristen hier an der Tagesordnung. „Auch wenn die Möglichkeit zum Empfang des Jubiläumsablasses bei manchen Befremden hervorruft – die Kirche versteht sich als Solidargemeinschaft, in der einer für den anderen einsteht“, erklärt Pater Stark. Dass jede Verletzung Spuren oder gar Narben hinterlasse, könne jeder nachvollziehen, der eine gescheiterte Beziehung erlebt habe. „Hier setzt das Gebet der Schicksalsgemeinschaft über den Tod hinaus an. Oder wie es Papst Franziskus ausdrückt: ,Niemand rettet sich selbst!‘“ Dem Dreischritt von Gebet, Buße und guten Werken füge der Papst im Heiligen Jahr den Verzicht auf sinnlose Zerstreuung hinzu. In Zeiten von Fake News und Hassbotschaften sieht Pater Stark darin ein konkretes Heilmittel. „Ziel bleibt ein mehr an Glaube, Hoffnung und Liebe.“ Ignatianische Pädagogik: Schulen vernetzen sich über Grenzen hinweg Was bedeutet es, eine Schule in der Tradition des Jesuitenordens zu sein, die von der ignatianischen Spiritualität inspiriert ist? Woran erkennen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer diese Schule? Im „Netzwerk Ignatianische Pädagogik“ sind die Schulleitungen der Jesuiten- und Netzwerkschulen in Österreich und Deutschland seit vielen Jahren miteinander, mit dem Jesuitenorden und mit dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) vernetzt. Nun haben sich erstmals auch die Schulleiterinnen und Schulleiter der Jesuitenschulen in Litauen angeschlossen. Es wurde vereinbart, nicht die Begrenzungen, die sich durch die unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Prägungen zeigen, sondern den gemeinsamen Einsatz für die ignatianische Bildung von jungen Menschen ins Zentrum zu stellen. Damit nehmen die Schulen in der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten die Chance und Herausforderung an, künftig in einem Netzwerk grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Die nächsten Schritte sind geplant: Austausch und Fortbildung zu Themen, die das Leben der Jugendlichen und den Schulalltag betreffen, die Weiterentwicklung der ignatianischen Pädagogik für Lehrerbildung und Unterricht und die Einbindung in das weltweite Netzwerk der Jesuitenschulen – zu diesen und weiteren Aspekten unterstützen sich die Kollegs- und Schulleitungen künftig, um ihre Schulen als ignatianische Schulen zu profilieren. 27 NACHRICHTEN
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