bin ich willkommen, hier darf ich mit meinem Anliegen sein. Denn Berufung ist keine einmalige Entscheidung, sondern eine innere Haltung – der Aufmerksamkeit, des Vertrauens und des tastenden Mitgehens. Diese Haltung wächst nicht durch Belehrung, sondern durch Erfahrung. Stille, Gebet, geistliche Begleitung und der Austausch mit Gleichgesinnten eröffnen Freiräume, in denen Gottes Stimme hörbar werden kann. Formate wie Auszeitwochenenden, achttägige Exerzitien, die gemeinsame Feier der Kar- und Ostertage, Entscheidungsseminare oder Paarseminare helfen jungen Menschen, ihre Berufung zu suchen, zu finden und zu leben. Die Prinzipien von Freiraum, Befähigung, Begegnung mit Gleichgesinnten und Sparringspartnern leitet uns nicht nur in der Zukunftswerkstatt. Auch in der Arbeit mit Multiplikatoren wirken sie. Im ZfB ist der Ausbildungskurs Junge Menschen geistlich begleiten ein zentrales Angebot. Viele Haupt- und Ehrenamtliche erleben diesen Kurs als Bestärkung in ihrer Berufung. Eine Kultur der Berufung zu fördern – für junge Menschen und für Multiplikatoren: Dafür setzen wir uns ein. Dabei merken wir, dass wir uns verstärkt auch im Geist unseres verstorbenen Papstes Franziskus für eine synodale Kultur in der Kirche engagieren wollen. Zeiten und Anforderungen verändern sich, und so müssen auch Orden, Diözesen und kirchliche Organisationen „ihre Berufung“ neu suchen und finden. Dabei kann die Haltung des Hörens, Unterscheidens und Antwortens in Gemeinschaft helfen. Carina Müßen Fotos: © Katrin Schander/SJ-Bild 33
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