Pedro Arrupe in Lourdes Der Baske Pedro Arrupe SJ war einer der prägendsten Generaloberen der Gesellschaft Jesu im 20. Jahrhundert. Hier beschreibt er, wie ein Heilungswunder, das er in Lourdes erlebte, ihn ins Noviziat der Jesuiten brachte. Mein erstes eucharistisches Erlebnis hängt mit meiner Berufung als Jesuit zusammen. Während einer Prozession mit dem Allerheiligsten in Lourdes wurde ich auf dem Platz vor der Basilika Zeuge eines Wunders. Ein paar Wochen nach dem Tod meines Vaters war ich mit meiner Familie nach Lourdes gefahren, wo wir den Sommer in einer ruhigen, friedvollen und religiösen Atmosphäre verbringen wollten. Es war im August. Ich selbst blieb einen vollen Monat in Lourdes. Da ich Medizin studierte, erhielt ich eine Sonderbewilligung, um die heilungsuchenden Kranken aus der Nähe beobachten zu können. Eines Tages stand ich mit meinen Schwestern auf dem Platz vor der Basilika. Kurz vor Beginn der Prozession mit dem Allerheiligsten ging eine Frau in mittleren Jahren, die einen Rollstuhl vor sich herschob, an uns vorüber. Eine meiner Schwestern rief: „Schaut den armen Jungen im Rollstuhl!“ Es war ein junger Mann von etwa 20 Jahren, der von der Kinderlähmung ganz verkrüppelt war. Seine Mutter betete laut den 2
RkJQdWJsaXNoZXIy MjIwOTIwOQ==