Jesuiten 2026-1 (Deutschland-Ausgabe)

Jesuiten verzichten auf Geldanlagen in fossile Energieträger Die Jesuiten in Zentraleuropa haben sich einer weltweiten Divestment-Initiative angeschlossen. Die teilnehmenden Institutionen verzichten auf Geldanlagen in fossile Energieträger und bekennen sich somit nicht nur verbal, sondern auch finanziell zu einem Kurs der Klimagerechtigkeit. Koordiniert wird die Initiative von Christians for Future, Laudato Si’ Movement und Weltkirchenrat (ÖRK). „Der Klimawandel bedroht unsere Umwelt und das Leben auf unserem Planeten“, sagt P. Thomas Hollweck SJ, Provinzial der Jesuiten in Zentraleuropa. „Besonders betroffen sind die ärmeren Menschen im Globalen Süden, die am wenigsten zu den Ursachen des Klimawandels beitragen und nur begrenzte Mittel haben, sich zu schützen. Wenn wir Jesuiten uns für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen, sind wir gerade in Europa aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und an der Seite der Menschen in den stärker betroffenen Regionen zu stehen. Der Ausstieg aus der Unterstützung fossiler Energiegewinnung ist ein konkreter Beitrag dazu, ein Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft – für uns und kommende Generationen.“ Weltweit haben seit 2013 über 1.700 Institutionen mit einem Anlagevolumen von mehr als 40 Billionen US-Dollar ihren Rückzug aus fossilen Investitionen beschlossen – darunter über 600 religiöse Einrichtungen, aber auch viele Universitäten, Finanzinstitutionen und Städte. Das Alfred Delp Studiennetzwerk geht in die nächste Runde Das Alfred Delp Studiennetzwerk der Jesuiten soll 2026 weiter wachsen. Seit dem Start vor zwei Jahren wurden bereits zwei Jahrgänge erfolgreich aufgenommen. 40 junge Menschen, die in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden, Polen und Tschechien die unterschiedlichsten Fachrichtungen studieren, werden im Alfred Delp Studiennetzwerk in der humanistischen Tradition der Jesuiten durch geistliche Übungen, inhaltliche Veranstaltungen und eine Studienreise gefördert. In diesem Jahr soll der dritte Jahrgang hinzukommen. Die Ausschreibung startet am 1. April. Bewerbungen für eine Förderung sind bis zum bis 12. Juli möglich. „Wir bieten mit unserem Förderprogramm einen guten Rahmen, damit junge Menschen in ihrem beruflichen Werdegang Orientierung finden und ihre Persönlichkeit weiterentwickeln können“, sagt P. Patrick Zoll SJ, der neue Leiter des Studiennetzwerkes. „Der wahre Schatz des Studiennetzwerkes ist jedoch, wie der Name schon sagt: das Netzwerk. Die Verbundenheit und Vertrautheit, die ich schon nach den ersten Veranstaltungen gespürt habe, wird uns stets auch als Besonderheit zurückgemeldet. Darauf möchten wir aufbauen und das Netzwerk in Zukunft weiter ausbauen und entwickeln.“ www.alfred-delp-studiennetzwerk.org Treffen des neuen Jahrgangs 2025 27 NACHRICHTEN

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