Fotos: links oben @ JRS MENA; links unten @ Stefan Weigand Flucht, Angst, Überleben: Der JRS hilft im Libanon Der Libanon kommt nicht zur Ruhe. Neue Angriffe haben Hunderttausende Menschen in die Flucht getrieben. Familien mussten überstürzt ihre Häuser verlassen und viele finden nur noch in Notunterkünften, Schulen oder provisorischen Lagern Schutz. Besonders Familien mit kleinen Kindern, Schwangere und migrantische Arbeitskräfte sind gefährdet. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) steht ihnen mit Schutz, Nahrung, medizinischer Hilfe und Begleitung zur Seite. Die Gewalt trifft ein Land, das schon lange erschöpft ist. P. Christian Braunigger SJ, Direktor des Hilfswerks jesuitenweltweit, hat bei seiner Reise den Libanon als „Kessel unter Hochdruck“ erlebt, „gezeichnet von Inflation, Wirtschaftskrise und untergrabener Demokratie“. Viele Menschen haben ihre Ersparnisse verloren, alte Menschen stehen vor dem Nichts, und selbst das Nötigste ist für viele kaum noch bezahlbar. Die Jesuiten wollen die Menschen im Libanon in dieser schwierigen Zeit nicht allein lassen: mit Schutz, Mahlzeiten, medizinischer Versorgung und dem Gefühl, dass ihre Not gesehen wird. Die Angebote des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes sind „ein Segen“, sagt Pater Braunigger. Die Menschen erleben, „dass Gott sich ihrer annimmt – durch den Einsatz anderer.“ Informationen und Spenden: jesuitenweltweit.de/nahostkrise Damit Theologie, Glaube und Leben zusammenfinden Christliche Spiritualität beginnt oft mit einfachen, aber existenziellen Fragen: Wer ist Gott? Wo kann ich ihn finden? Und was mache ich eigentlich, wenn ich bete? Diesen Fragen geht die Zeitschrift GEIST & LEBEN nach, die seit 100 Jahren von den Jesuiten herausgegeben wird. Christoph Benke, Wiener Diözesanpriester, prägte die Zeitschrift seit 2013 als Chefredakteur und übergibt diese Aufgabe im Jubiläumsjahr an P. Klaus Vechtel SJ. „Die Reflexion praktizierter Spiritualität ist auch heute wichtig. Theologie, Glaube und Leben müssen zusammenfinden“, sagt Benke. Mit Theologie müsse ja nicht sofort akademische Theologie gemeint sein. „Wenn ich mich frage, wer Gott ist, wie Glauben geht oder welche Antworten der Glaube auf die großen Menschheitsfragen hat, wenn ich dazu die Bibel lese und theologische Literatur, dann ist das Theologie in den Anfangsgründen. Das geschieht auch unspektakulär zwischendurch, mitten im Alltag.“ Den Glauben vernünftig verantworten zu müssen, passiere nicht nur an Universitäten. „Das ist auch ein Anspruch von GEIST & LEBEN“, sagt Benke. Dabei bleibe die Zeitschrift in der ignatianischen Spiritualität verwurzelt und biete ein Forum für Themen christlicher Spiritualität in ihrer ganzen Breite. „Ignatianische Spiritualität eignet sich gut, ,in der Welt‘ gottverbunden zu leben. Sie befähigt zu einem Dienst an den Menschen, an der Gesellschaft, an der Kirche.“ Im Vergleich zu den Anfangsjahren richtet sich GEIST & LEBEN heute offener an alle, die sich im Glauben vertiefen wollen und Anregungen für die spirituelle Praxis suchen. www.geist-und-leben.de 28 NACHRICHTEN
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