bereitung, im August 2019 mit der Integrierten Sekundarschule in der Sekundarstufe I den „Betrieb“ aufzunehmen. „Dabei geht es um mehr als das ‚bloße‘ Vermitteln von Bildungsinhalten und Kulturtechniken“, sagt Safyah Hassan, Lehrerin für Mathematik, Wirtschaft-Arbeit-Technik und Klassenlehrerin an der ISS-Pedro-Arrupe: „Die ganzheitliche Bildung passiert hier – sicher auch geprägt durch die unterschiedlichen Hintergründe und Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen – auf eine Art, die uns Lehrkräfte nicht nur fachlich, sondern auch als Menschen besonders fordert. Das macht den Charakter dieser Schule aus und ist zugleich ihre besondere Anforderung“. Die Frage des Dialogs der Kulturen und Religionen sowie die Frage echter menschlicher Begegnung in einer „kultursensiblen“ Haltung bleiben weiterhin Auftrag und Herausforderung – gerade in diesen Tagen und gerade in Berlin, einer Stadt, die von kultureller und religiöser Vielfalt geprägt ist. Das Gymnasium des Canisius-Kollegs besuchen 811 Schülerinnen und Schüler, an der ISS-Pedro-Arrupe lernen derzeit 119 Schülerinnen und Schüler. In der gymnasialen Oberstufe werden alle Kurse gemeinsam belegt. Insgesamt kommen die 930 Kinder und Jugendlichen aus 60 Nationen mit 41 Muttersprachen. „Das Canisius-Kolleg möchte mit der Neuausrichtung seit 2015 verstärkt einen Beitrag dazu leisten, dass sozial ausgegrenzte und benachteiligte junge Menschen vollumfänglich Teil der Schulgemeinschaft und Gesellschaft sein können“, sagt Pater Mohr. Eröffnung des Jubiläums-Gottesdientes durch S.E. Kardinal Michael Czerny SJ (r.) und Pater Thomas Hollweck SJ Vokalensemble des Canisius-Kollegs vor einem Porträt Pedro Arrupes, bestehend aus 24 Gemälden P. Pedro Arrupe SJ (1907–1991), geboren im Baskenland, ging als Missionar nach Japan und überlebte den Atombombenabwurf in Hiroshima. Kurz vor Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde er zum Generaloberen des weltweiten Jesuitenordens gewählt. Er steuerte den Orden mit seinem Charisma und großer persönlicher Frömmigkeit durch die Umbruchsjahre der Ausrichtung der Kirche auf die Gegenwart. Wegweisend dafür war die Sendung des Jesuitenordens mit der Kurzformel „für Glaube und Gerechtigkeit“. So gründete Pater Arrupe 1980 den weltweit organisierten Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS. 33
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