Nachrichten aus der Provinz Europa in der Pflicht: Jesuiten unterstützen Klima-Appell Mehr als 170 christliche Organisationen fordern ein konsequentes Umdenken in der europäischen Klimapolitik. Sie haben gemeinsam den Appell „Europe, Be Faithful for Our Common Home“ gestartet. Europa war der erste Kontinent, der in der Industrialisierung auf Kohle setzte. Seitdem treiben fossile Brennstoffe die europäische Wirtschaft maßgeblich an. „Deswegen hat Europa die historische Pflicht und Chance, den Übergang in ein neues Zeitalter jenseits fossiler Brennstoffe anzuführen.“ So fordern es über 170 christliche Organisationen aus ganz Europa. Koordiniert vom Laudato Si’ Movement Europe richten sie sich mit dem gemeinsamen Appell an die politische Führungsspitze der EU. Unterstützt wird der Appell auch von der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten, dem Ukama-Zentrum für sozial-ökologische Transformation der Jesuiten in Nürnberg, dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst JRS und weiteren jesuitischen Einrichtungen und Provinzen Europas. „Wir fordern gerechtes Klimahandeln, das jetzt die Schwächsten schützt und die Rechte zukünftiger Generationen sichert, einschließlich des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen“, heißt es in dem Aufruf. „Wir äußern unsere tiefe Besorgnis darüber, dass die EU derzeit ihre eigene Gesetzgebung abbaut und ihrer Rolle als globale Klimavorreiterin den Rücken kehrt.“ Die Unterzeichner fordern einen gerechten und raschen Übergang zu einer auf erneuerbaren Energien basierenden Kreislaufwirtschaft. Die EU müsse eine Strategie entwickeln, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu beenden und Kohle bis 2030, Gas bis 2035 und Öl bis 2040 auslaufen zu lassen. Zudem sollen die Subventionen für fossile Brennstoffe gestoppt und die Investitionen in Energieeffizienz, Elektrifizierung und erneuerbare Energien massiv ausgeweitet werden. laudatosimovement.org/eubefaithful 26 NACHRICHTEN
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