Jesuiten 2026-3 (Deutschland-Ausgabe)

Fotos: links: © AdobeStock/lumyaisweet; SJ-Collage; rechts oben: © jesuitenweltweit; rechts unten: © SJ-Bild „Gesegnete Mahlzeit!“: Wie Essen Schule macht Mit der neuen Aktion „Gesegnete Mahlzeit!“ lädt jesuitenweltweit Restaurants, Kantinen, Hotels, Bäckereien, Metzgereien und andere Gastrobetriebe dazu ein, beim Essen über den Tellerrand hinauszuschauen und mit einer Spende Kindern in Vietnam und Syrien eine warme Mahlzeit zu ermöglichen. Zu den ersten Partnern der Aktion gehört das katholische Bildungszentrum CaritasPirckheimer-Haus (CPH) in Nürnberg. Hier werden Gäste über Tischaufsteller auf die Aktion aufmerksam gemacht. Per QR-Code können sie direkt spenden. In Vietnam unterstützt „Gesegnete Mahlzeit!“ das Projekt TADIHOC, das Kindern und Jugendlichen aus armen Familien Bildungschancen eröffnet. Gemeinsame Mahlzeiten sind fester Bestandteil des Programms. In Syrien fördern Partnerinnen und Partner von jesuitenweltweit benachteiligte Kinder durch Mahlzeiten, Bildungsangebote und sichere Orte zum Lernen und Spielen. „Ein warmes Essen ist für viele Kinder der erste Schritt zurück in Kraft, Konzentration und Hoffnung“, sagt P. Christian Braunigger SJ von jesuitenweltweit. „Mit ‚Gesegnete Mahlzeit!‘ zeigen unsere Partner: Weltweite Solidarität beginnt nicht weit weg, sondern mitten im Alltag, dort, wo Menschen miteinander essen.“ jesuitenweltweit lädt Betriebe und Einrichtungen zum Mitmachen ein. www.jesuitenweltweit.de/gesegnetemahlzeit Wirken und Werte: Jesuiten im Gemeinwohl-Check Die Jesuiten in Österreich überprüfen ihre Einrichtungen und Arbeit auf den Beitrag zum Gemeinwohl. Im Mittelpunkt steht dabei der Ansatz eines „Wirtschaftens mit Werten“. „Die Gemeinwohlbilanzierung soll einerseits eine Standortbestimmung ermöglichen und sichtbar machen, wo die Einrichtungen der Jesuiten im Blick auf soziale, ökologische und gemeinwohlorientierte Kriterien stehen“, erklärt Martin Tanzer, Geschäftsführer der österreichischen Jesuitenregion. „Andererseits soll sie helfen, Entscheidungsprozesse stärker an sozial-ökologischen Kriterien auszurichten und die Verantwortung des Ordens als gesellschaftlicher Akteur deutlicher sichtbar zu machen.“ Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Verbindung mit der Katholischen Soziallehre, die durch die Zusammenarbeit mit der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) in den theoretischen Teil des Prozesses eingebracht werden soll. Nach dem theoretischen Teil ist für diesen Herbst der Kick-off für den Praxisteil geplant. Von November bis April sollen anschließend fünf Workshops stattfinden, in denen die einzelnen Themenfelder der Gemeinwohlmatrix bearbeitet werden. Diese Matrix beruht auf den universellen Werten der Menschenwürde, der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit, der Nachhaltigkeit, der Mitbestimmung und der Transparenz. Der inhaltliche Abschluss ist für Mai 2027 vorgesehen. v.l. P. Christian Braunigger SJ mit Direktor Siegfried Grillmeyer und dem Küchenteam des CPH in Nürnberg Geschäftsführer Martin Tanzer (li.) mit seiner Stellvertreterin Katrin Morales und Sebastian Thieme von der Katholischen Sozialakademie 27 NACHRICHTEN

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