Spaziergänge für Augen und Seele Stefan Weigand, langjähriger Bildredakteur des Jesuiten- Magazins, und Johanna Beck führen uns in ihrem neuen Buch Gottes erstaunliche Häuser zu 33 sehr unterschiedlichen Gotteshäusern, die unsere Sinne öffnen können. Ein Buch, das Augen öffnet Kirchen- und Architekturführer gibt es viele. Bücher, die einem erklären, was „man“ gesehen haben muss, die Künstler und Sehenswürdigkeiten aufzählen und erklären, aus welcher Stilepoche welches Tympanon ist. Dieses Buch dagegen macht mir einfach Lust, mich auf den Weg zu machen. Ich fühle mich sehr persönlich an die Hand genommen, um Orte, die sonst eher nicht in Reiseführern stehen, selbst zu entdecken. Es ist ein Buch, das die Augen öffnet. Denn Johanna Beck und Stefan Weigand haben den Mut, nicht nur Orte, sondern sich selbst zu zeigen. Das spricht mich als Leser dann manchmal direkt im Herzen an. Und es ist seltener als ein stiller Moment im Kölner Dom. 33 außergewöhnliche Orte des Glaubens versammelt das Buch: moderne Kirchen mit kühner Architektur und alte Kapellen, die aus anderem Blickwinkel neu entdeckt werden. Mit dabei auch die Kirchen Sankt Ignatius in Frankfurt und Maria Regina Martyrum in Berlin, an denen Jesuiten wirken. Was beide Autoren dabei auszeichnet, ist die Bereitschaft zur Nahaufnahme – und zwar nicht nur im Blick auf die Bauwerke, sondern auch, wenn sie sich selbst zeigen. Wenn z. B. Johanna Beck vor Werken ihres Urgroßvaters Augustin Kolb steht, eines Malers der Beuroner Schule, und darin vertraute Familienzüge wiedererkennt, dann ist das keine fromme Anekdote, sondern echter Erkenntnismoment. Ein Buch für den Weg, für die Neugier, für die Seele, die zwischendurch einfach mal Heimat sucht. P. Tobias Zimmermann SJ Stefan Weigand Johanna Beck Gottes erstaunliche Häuser 33 Kirchen, die man gesehen haben muss, um den Glauben neu zu entdecken Kösel-Verlag, 176 Seiten ISBN 978-3-466-37346-8 31 MEDIEN/BUCH
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