• Eine Szene aus dem Film "Wert-voll".
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Ein Film fürs Zusammenleben

München - Die Jesuiten haben ein Theaterstück verfilmt, das sich in die Wertedebatte rund um die Flüchtlingsthematik einmischen will. Der Film mit dem Titel „Wert-voll“ stellt die Fragen: Was ist uns in unserem Leben wichtig? Wie gelingt Zusammenhalt? Welchen Widerständen begegnen wir? Die Teilnehmer des Projektes kommen nicht nur aus Deutschland, sondern aus verschiedenen Ländern und haben zum Teil auch einen Flüchtlingshintergrund. Die gespielten Situationen auf der Bühne sind wie im Leben improvisiert.

Während Kapitäninnen wie Carola Rackete und andere Seenotretter Menschen vor dem Ertrinken retten, wird innerhalb der EU lautstark gestritten, unterlegt mit allerhand Polemik: Welcher Mitgliedsstaat nimmt wie viele der aus dem Mittelmeer Geretteten auf, ist die sogenannte Dublin-Verordnung oder irgendwelche anderen Verteilmechanismen anzuwenden? Weniger deutlich ausgesprochen verbindet sich damit aber immer auch eine andere Frage, die mittlerweile Gesellschaften spaltet: „Passen“ die Geflüchteten mit ihrem je eigenen kulturellen, religiösen und politischen Hintergrund zu „uns“? Kurz gesagt: es ist eine latente Wertedebatte in Gange, die uns noch viele Jahre begleiten wird.

Der rund 20-minütige Film „Wert-voll“ möchte einen Beitrag zu dieser Debatte leisten. Das Szenenspiel sowie die Biographie eines Protagonisten will die Zuschauer anregen, über die Frage unseres Zusammenlebens nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Doch bei dem Film soll es nicht bleiben, denn aus diesem soll noch ein umfassendes Bildungsprojekt entstehen. Entsprechendes Begleitmaterial ist zurzeit in Arbeit. Es wird den Film zu einem eineinhalbstündigen Veranstaltungsmodul abrunden. Dieses kann von Schulen, Bildungseinrichtungen, Pfarreien, Organisationen und Initiativen heruntergeladen und als Unterrichtseinheit durchgeführt werden.

Das gesamte Projekt wurde vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst, dem Zentrum für Globale Fragen und Loyola Productions entwickelt und umgesetzt. Wir danken dem Hilfswerk Misereor für die finanzielle Unterstützung.

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