Von Peru bis Indien, von Griechenland bis Sambia: Mitte Juli sind in Nürnberg zehn Jesuit Volunteers in ihr Auslandsjahr entsandt worden. Sie reisen in den nächsten Wochen zu ihren Einsatzstellen, wo sie mit Kindern und Jugendlichen, in einem Sozialzentrum, mit Geflüchteten oder im Bereich nachhaltige Landwirtschaft arbeiten werden.
„Es ist immer wieder ein bewegender Moment, wenn wir die Freiwilligen für dieses besondere Jahr segnen“, sagt P. Trieu Nguyen, der bei Jesuit Volunteers für die Rückkehrerarbeit zuständig ist. „Dieses Jahr prägt nicht alle gleich. Für manche steht der Einsatz für Glaube und Gerechtigkeit als Maxime ganz oben, für andere sind es die Begegnungen auf Augenhöhe mit den Menschen vor Ort, das Leben in Gemeinschaft und der einfache Lebensstil.“
Fünf Monate lang bereiteten sich die Freiwilligen intensiv auf ihren Einsatz vor. Dabei beschäftigten sie sich nicht nur mit Globalisierung und interkultureller Kommunikation, sondern auch mit Themen wie Rassismus, Gewalt und Armut. „Durch Perspektivwechsel und Gespräche mit Betroffenen konnten wir neue Einblicke gewinnen und uns mit Lebensrealitäten auseinandersetzen, die sich stark von unseren eigenen unterscheiden“, erzählen zwei Freiwillige.
Ein Freiwilligenprogramm für junge und ältere Erwachsene
Auch wenn die Freiwilligen in diesem Jahr alle zwischen 18 und 19 Jahre alt sind, gibt es bei Jesuit Volunteers keine Altersbeschränkung nach oben. „Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Menschen gemacht, die Berufs- und Lebenserfahrung mitbringen“, sagt Pater Nguyen. „Diese Erfahrung nutzen wir gerne für die Projekte und Menschen, zu denen sie gesandt werden.“
Das Freiwilligenprogramm Jesuit Volunteers richtet sich an alle ab 18 Jahren, die sich für soziale Gerechtigkeit, interkulturellen Austausch und ein Leben aus dem Glauben heraus einsetzen möchten. „Die Freiwilligen schenken den Menschen vor Ort ein Jahr lang ihrer Zeit. Zeit ist das Wertvollste, das jeder Mensch hat“, sagt Pater Nguyen. Während ihres Auslandsjahres werden die Freiwilligen von Jesuit Volunteers begleitet. Denn beim Freiwilligenprogramm der Jesuiten geht es nicht nur die konkrete Tätigkeit in der jeweiligen Einsatzstelle, sondern auch um persönliche Entwicklung, geistliche Begleitung und ein Leben in Gemeinschaft.
„Bald werden wir auf Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensrealitäten treffen, neue Freundschaften schließen, viel lernen, vor Herausforderungen stehen und hoffentlich auch selbst einen kleinen Beitrag leisten können“, blickt Theresa, Jesuit Volunteer in Griechenland, auf ihren Einsatz. „Wir freuen uns darauf, in einem Jahr mit neuen Perspektiven, vielen Erfahrungen und unvergesslichen Erinnerungen zurückzukommen!“