• Br. Hieu Bui Cong SJ vor P. Provinzial Thomas Hollweck SJ und P. Toni Witwer SJ (links)
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Gefährte Jesu sein: Br. Hieu Bui Cong SJ legt seine Letzten Gelübde ab

Ein Ja von beiden Seiten stand im Mittelpunkt der Gelübdefeier von Br. Hieu Bui Cong SJ. Am Dienstag, 11. November 2025, legte er seine Letzten Gelübde in der Hauskapelle des Jesuitenkollegs in Innsbruck ab. Damit schloss er seine Ausbildung zum Jesuitenbruder ab und gelobte, auch weiterhin sein Ordensleben in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu führen.

„Die Ablegung der Gelübde ist ein Zeichen einer wechselseitigen Wertschätzung“, sagte P. Toni Witwer SJ in seiner Predigt in der Gelübdefeier von Bruder Hieu. „Du selbst bringst damit zum Ausdruck, wie wichtig dir diese Gemeinschaft auf deinem bisherigen Weg geworden ist und wie sehr du sie brauchst, um deine Berufung gut leben zu können. Aber auch die Gesellschaft Jesu, die dich annimmt, macht damit deutlich, wie wichtig du für sie bist – und dies gerade als Bruder!“

Bruder Hieu ist in Hamburg aufgewachsen und 1998 in den Jesuitenorden eingetreten. 2005 erlitt er einen schweren Fahrradunfall in Manila auf den Philippinnen. Danach lebte er bis 2023 in Berlin und arbeitete an der Pforte des Canisius-Kollegs. Anschließend beendete er im Jesuitenkolleg Innsbruck seine Ausbildung zum Jesuiten und übernahm Aufgaben im Haus. Nun legte er seine Letzten Gelübde vor P. Thomas Hollweck SJ ab, dem Provinzial der Jesuiten in Zentraleuropa.

Berufen zum Jesuitenbruder

Hieu Bui Cong SJ lebt als Bruder im Jesuitenorden. Diese Berufung ist in den letzten Jahrzehnten seltener geworden – die meisten Jesuiten sind Priester. Auch wenn Bruder Hieu keine Priesterweihe empfangen hat und damit auch keine priesterlichen Aufgaben übernimmt, teilt er mit den Jesuitenpriestern ein und dieselbe Berufung: sich „von Gott in Dienst nehmen zu lassen und so zu einem Werkzeug in seiner Hand zu werden“, wie Pater Witwer es ausdrückte.

Für die 34. Generalkongregation des Jesuitenordens macht die Berufung zum Bruder aus, „ein ‚Gefährte Jesu‘ zu sein. Durch seine Gelübde weiht er sein Leben frei der Mithilfe an der gemeinsamen Sendung des Leibes der Gesellschaft.“ Wie ein Jesuitenbruder an dieser gemeinsamen Sendung mithilft, hängt von seinen Fähigkeiten und Talenten ab: ob in der Verkündigung, im Einsatz für Menschen am Rand der Gesellschaft oder in jesuitischen Kommunitäten und Werken – wie Bruder Hieu in Innsbruck.

Die Gelübde: Ein Ausdruck der Hingabe

Bei seinen Letzten Gelübden hat Bruder Hieu erneut ein Leben nach den Evangelischen Räten Armut, Keuschheit und Gehorsam versprochen. „Die Gelübde auf die Evangelischen Räte sind Ausdruck der Hingabe“, erklärte Pater Witwer in seiner Predigt. „Wir sind dazu nicht allein aus eigener Kraft fähig, sondern sie sind vielmehr die Bitte an Gott, dass er uns dazu fähig mache.“ Das sei aber nicht nur Aufgabe jedes Einzelnen, sondern geschehe in Gemeinschaft. „Wir beten und bitten füreinander und miteinander darum, unsere Berufung je tiefer leben zu können, in der wir immer ‚unterwegs‘ sind“, predigte Pater Witwer. „Darum beten wir für dich und du für uns, lieber Hieu!“

Mehr Informationen zu den Letzten Gelübden gibt es im Glossar

Zur Person:

Hieu Bui Cong SJ

Hieu Bui Cong SJ ist in Hamburg aufgewachsen und 1998 in den Jesuitenorden eingetreten. 2005 erlitt er einen schweren Sturz in Manila/Philippinnen. Bis 2023 lebte er in Berlin und arbeitete am Empfang des Canisius-Kollegs. Seitdem lebt er im Jesuitenkolleg Innsbruck, wo er seine Ausbildung zum Jesuiten abschloss und Aufgaben im Haus übernimmt.

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