• Br. Matthias Rugel SJ (2.v.r.) im Kreise der Mitbrüder seiner Kommunität in Ludwigshafen
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„Ich will mich für das, was uns Jesuiten eint, einbringen“

Jetzt ist er ein „Vollmitglied“ der Gesellschaft Jesu: Br. Matthias Rugel SJ hat am Samstag, 11. Juli 2026, in einem feierlichen Gottesdienst im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen seine Letzten Gelübde abgelegt. Dadurch erneuerte er das Versprechen, das er bereits bei seinem Ordenseintritt vor 14 Jahren gab: ein Leben in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu führen – und getreu dem Leitsatz seines Ordensgründers Ignatius „den Seelen zu helfen“.

„Heute sagen der Orden und Matthias bewusst Ja zueinander“: So drückte P. Tobias Zimmermann SJ aus, was die Letzten Gelübde ausmacht. Er leitet als Superior die Jesuitengemeinschaft in Ludwigshafen, in der Bruder Rugel lebt. Die Gelübde sind laut Pater Zimmermann ein Ja dazu, gemeinsam unterwegs zu sein und Dienst für Gott zu tun. Dafür wird er sich als Bruder im Jesuitenorden einsetzen, versprach Matthias Rugel SJ durch seine Letzten Gelübde.

Bruder Rugel legte seine Gelübde am Samstag, 11. Juli, in einem feierlichen Gottesdienst in der Hauskapelle des Heinrich Pesch Hauses in Ludwigshafen ab. Dort arbeitet er mit Geflüchteten, in der Familienbildung und im seelsorglich-spirituellen Bereich. Rund 90 Gäste waren bei der Gelübdefeier dabei: Familie, Freunde, Kollegen und Wegbegleiter aus Bruder Rugels vielfältigem Engagement.

„Ich will die Gesellschaft Jesu wie eine Mutter annehmen und auch wie um eine Mutter um sie sorgen“, sagte Bruder Rugel zu diesem Schritt. „Ich finde, das beschreibt mein gewachsenes Verhältnis zur Institution recht gut: Ich will mich für die Gemeinschaft und für das, was uns Jesuiten eint, einbringen – ‚den Seelen zu helfen‘, wie Ignatius sagt.“

Berufen zum Jesuitenbruder

Mit den Letzten Gelübden bindet sich ein Jesuit endgültig an die Gesellschaft Jesu. Der Ordensmann erneuert dabei die Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams, die er schon bei seinem Ordenseintritt abgelegt hat. Die Letzten Gelübde bestätigen eine Gemeinschaft, die meist schon viele Jahre besteht – bei Bruder Rugel sind das 14 Jahre.

Der Mathematiker und Philosoph arbeitete zunächst als Softwareentwickler in einem Unternehmen, bevor er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Hochschule für Philosophie nach München kam. 2012 trat Matthias Rugel als promovierter Philosoph in die Gesellschaft Jesu ein. Er entschied sich, als Bruder im Orden leben zu wollen.

Jesuitenbrüder verpflichten sich – genauso wie Jesuitenpatres – durch die Ordensgelübde ein Leben in Gemeinschaft und im Dienst an Gott und den Menschen zu führen. Weil Brüder aber keine Priesterweihe empfangen, haben sie keine Aufgaben wie die Feier der Eucharistie oder die Spendung anderer Sakramente. Stattdessen widmen sie sich Tätigkeiten innerhalb der Gemeinschaft oder wirken in der Seelsorge, Bildung oder sozialen Arbeit – wie Bruder Rugel es im Heinrich Pesch Haus tut.

Ein Leben, das Frucht bringen soll

„Du bringst Menschen zusammen“, sagte Pater Zimmermann in seiner Predigt in der Gelübdefeier. Oft komme Bruder Rugel mit leuchtenden Augen vom Radfahren zurück, weil er wieder einen Garten Gottes entdeckt habe. Deswegen wünschte Pater Zimmermann Bruder Rugel den Blick für die Gärten Gottes und für Orte, an denen Hoffnung wächst. So griff Pater Zimmermann in seiner Predigt auch das Gleichnis vom Sämann auf und verband es mit dem Sinn der Letzten Gelübde: „Gott zuzutrauen, dass er aus einem Leben Frucht wachsen lässt, dreißigfach, sechzigfach und hundertfach.“

→ Mehr Informationen zum Leben als Jesuitenbruder und den Letzten Gelübden finden Sie im Glossar

Zur Person:

Matthias Rugel SJ

Bruder Matthias Rugel SJ hat Mathematik und Theologie studiert und in Philosophie promoviert. Bevor er 2012 in den Orden eingetreten ist, arbeitete er als Softwareentwickler in der Wirtschaft und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule für Philosophie in München. Als Referent war er anschließend am Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen tätig. Sein Tertiat, die letzte Ausbildungsphase als Jesuit, absolvierte er 2024 in Manila auf den Philippinen. Zurzeit arbeitet er mit Geflüchteten und im seelsorglich-spirituellen Bereich im Heinrich Pesch Haus, Ludwigshafen.

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