Bild 1: JWL

Jesuit Worldwide Learning: Als globale Gemeinschaft lernen und handeln

Die Bildungsinitiative Jesuit Worldwide Learning (JWL) hat im vergangenen Jahr erneut mehr als 13.000 jungen Menschen weltweit Zugang zu höherer Bildung ermöglicht – trotz zunehmender Instabilität und Krisen in vielen Ländern. „Während andere Organisationen angesichts finanzieller und politischer Krisen schließen mussten, fanden JWL und die Studierenden Lösungen, um den Unterricht fortzusetzen“, sagt P. Thomas Hollweck SJ, der die Jesuiten in Zentraleuropa leitet und Präsident von JWL ist. Besonders beeindrucke ihn das Durchhaltvermögen und Engagement der Frauen, gerade in Ländern, die dafür bekannt seien, junge Frauen vom Bildungswesen auszuschließen. „In einem Fall haben sich die Studentinnen trotz der Schließung ihrer lokalen Organisation, die mit JWL zusammenarbeitete, zu Lerngruppen zu Hause zusammengeschlossen und ihr Studium fortgesetzt.“

Mehr als die Hälfte der Studierenden sind Frauen, wie aus dem Jahresbericht von JWL für 2025 hervorgeht. Die meisten besuchten den Kurs „Global English Language“.

„Es geht um die Bildung eines ganzheitlichen Denkens“

In den kommenden Jahren will sich JWL weiterhin für ausgegrenzte Menschen einsetzen: indigene Gemeinschaften, gewaltsam vertriebene Menschen, unterdrückte Bevölkerungsgruppen, Frauen, die geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Ausgrenzung aus dem Bildungswesen ausgesetzt sind, und Menschen mit Behinderungen. „Wir wollen kritische, mündige und ökologisch denkende Bürger hervorbringen – das ist die zentrale Strategie unseres neuen strategischen Rahmens für die Jahre 2026 bis 2030", sagte P. Peter Balleis SJ, geschäftsführender Präsident von JWL. Zugleich wolle JWL in den nächsten fünf Jahren die Governance stärken und strategische Kooperationen aufbauen und ausweiten mit besonderem Schwerpunkt auf Afrika und Südamerika.

Dabei geht es nicht nur um höhere Bildung für marginalisierte Bevölkerungsgruppen. „Es geht um Inhalte. Es geht um Menschenwürde. Es geht um Frieden in einer vom Krieg zerrütteten Welt“, sagt Pater Balleis. „Es geht um die Bildung eines ganzheitlichen Denkens [...] um eine sozioökologische Transformation. Und genau darauf werden sich unsere Programme noch stärker konzentrieren, denn unsere Vision lautet: Gemeinsam als globale Gemeinschaft lernen, für Frieden und Menschenwürde handeln.“

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