• Papst betritt die syrisch-katholische Sayidat-al-Nejat-Kathedrale in Bagdad. © SJ-Bild/Antonio Spadaro
  • Bemalte Mauer vor der syrisch-katholischen Kathedrale in Bagdad. © SJ-Bild/Antonio Spadaro
  • "Wir sind alle Brüder": Großayatollah Sistani empfängt Papst Franziskus in Nadschaf. © SJ-Bild/Antonio Spadaro
  • P. Marc-Stephan Giese SJ im Gespräch mit einer Reporterin.
  • P. Peter Balleis SJ im Gespräch mit Papst Franziskus. © SJ-Bild/Archiv (2013)
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Jesuiten berichten über Papstreise im Irak

Ein Papstbesuch in Pandemie-Zeiten: Mit seinem Besuch im Irak will Papst Franziskus ein Zeichen der Verbundenheit von Christen, Juden und Muslimen setzen. Zwei deutsche Jesuiten, P. Marc Stephan Giese SJ aus Amman und P. Peter Balleis SJ aus Genf, sind vor Ort und berichten:

„Die Glocken der St. Georgs Kirche, der ältesten Kirche in Erbil mit Fundamenten im 8. Jahrhundert, läuteten etwas ungewöhnlich lang und zu einer ungewöhnlichen Zeit am Freitagnachmittag. Sie läuteten, um Papst Franziskus im Irak willkommen zu heißen, der zu diesem Zeitpunkt in der Hauptstadt Bagdad landete.

In der Kirche selbst, wie auch in anderen Kirchen in Ankawa, dem Christenviertel in Erbil, waren keine Plakate zum Papstbesuch zu finden. Die Straße zum Flughafen entlang waren die offiziellen Willkommensposter der kurdischen Regierung zu sehen, ebenso in der Hauptstraße in Ankawa. Aber insgesamt sind die Zeichen des Papstbesuches eher zurückhaltend. Man hört in der öffentlichen Diskussion kritische Bemerkungen zu den Corona-Regeln, einer Papstmesse im Stadium; selbst auf dem dicht bevölkerten Basar trägt fast niemand eine Maske, und die Teehäuser und Restaurants sind offen.

Auch heißt es, kritisierten kurdische Muslime, dass Papst Franziskus den Großayatollah Ali Al-Sistani, den höchsten Führer der Schiiten, in der den Schiiten heiligen Stadt Nadschaf treffe. Eine schiitische Miliz, die noch vor zwei Wochen Raketen auf Erbil geschossen hat, sicherte eine Waffenruhe während des Besuches zu. An all dem wird die Komplexität der Pilgerreise von Papst Franziskus im Stammland Abrahams und des Propheten Jona deutlich. Am Sonntag erwarten ihn die Christen in den Dörfern der Ninive Ebene mit großer Freude.“

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