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P. Alois Parg SJ in Berlin verstorben

Der Jesuitenpater Alois Parg SJ ist in der Nacht zu Montag im Alter von 88 Jahren in Berlin-Kladow verstorben. Er war ein gefragter Exerzitienbegleiter und lange lange Jahre in Russland gearbeitet.

P. Alois Parg SJ ist am 21.08.1932 im ostsudetischen Groß-Kunzendorf (Velké Kunětice) im heutigen Tschechien geboren. Nach der Vertreibung 1946 fand die Familie in Donauwörth eine neue Heimat. 1953 trat er in den Orden ein und absolvierte seine Ausbildung in Neuhausen, Tisis/Vorarlberg, Pullach, Feldkirch und Innsbruck. Am 31. Juli 1965 wurde er in München, St. Michael, zum Priester geweiht.

Alfred Delps Wort über den Dienst der Kirche als „Nachgehen und Nachwandern auch in die äußersten Verlorenheiten und Verstiegenheiten des Menschen“ war für ihn leitend: „Das Wandern habe ich gelernt“, schrieb er im Freundeheft, „so wird mir, hoffe ich, mit Gottes Hilfe auch das Nachwandern gelingen“. Von 1966 bis 1973 arbeitete P. Parg in der Jugendarbeit in Nürnberg, als Mentor der Religionspädagogen und Laientheologen in Eichstätt (1974–1982) sowie als Kaplan in Hof und Socius des Novizenmeisters. Seit 1985 widmete er sich ganz der Exerzitienbegleitung. Von Nürnberg und Regensburg gab er Exerzitienkurse u.a. für Priester, Ordensleute und jesuitische Freiwillige in Kasachstan, Russland, Tadschikistan und Litauen. In Nürnberg war er für die Seelsorge für russlanddeutsche Aussiedler beauftragt. 2009 zog er ins sibirische Novosibirsk, um dort als Seelsorger für Karmelitinnen zu arbeiten und beim Aufbau eines Exerzitienhauses zu helfen. 2012 gehörte er der Kommunität des Peter-Faber-Hauses in Berlin-Kladow an, gab aber weiter Exerzitien in Russland. Der Abschied von dieser Herzenssaufgabe fiel ihm schwer. Er entdeckte die Ikonenmalerei, um seinem Glauben Ausdruck zu geben und für andere sichtbar zu machen.

Am 15. März 2021 ist seine unermüdliche Wanderschaft zu Ende gegangen, und Alois ist in seine ewige Heimat zurückgekehrt.

R.I.P.

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