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P. Bernd Knüfer SJ in München verstorben

München – Jesuitenpater Bernd Knüfer SJ ist nach kurzer schwerer Krankheit heute Nacht in einer Münchner Klinik verstorben. Er hat sich lange Jahre in Leipzig für den Dialog mit Religionslosen, ein "absichtsloses gemeinsames Leben von Spiritualität", sowie für Geflüchtete eingesetzt.

Geboren am 7. Dezember 1938 in Neumarkt und aufgewachsen in Berching in der Oberpfalz, ging er als 10-jähriger ab 1949 ins Internat der Benediktiner nach Scheyern, wo schon sein älterer Bruder war und der jüngere später noch folgte. Nach dem Abitur trat er 1958 ins Noviziat in Neuhausen bei Stuttgart ein. Es folgten die Philosophie in Pullach, ein Praktium in der Jugendarbeit in München und die Theologie in St. Georgen/Frankfurt. 1969 wurde er zum Priester geweiht und arbeitete bis 1985 als Jugendseelsorger in München und Nürnberg. 1985 ging er als Studentenseelsorger nach Würzburg. Als 1989 die Mauer fiel, gründete er mit Mitbrüdern in Leipzig eine neue Kommunität und wirkte dort zunächst auch in der Studentenseelsorge. Mit Unterstützung des Bistums entschied er zusammen mit seinen Mitbrüdern, sich den 85% Religionslosen zuzuwenden. So gründete er mit Unterstützung der Missionarinnen Christi die "Orientierung", eine Kontaktstelle der katholischen Kirche Leipzigs – zunächst in einem Hinterhof und in Kooperation mit der Volkshochschule, aber auch mit anderen Trägern. Nach drei Jahren kam dann ein Raum der Stille mit Kontaktladen in der Innenstadt dazu.

2006 gab P. Bernd Knüfer SJ die Leitung der "Orientierung" an P. Hermann Kügler SJ ab, arbeitete aber noch weiter als freier Mitarbeiter mit – vor allem im Bereich Meditation, dann auch Bildungsarbeit und Gespräche. Zugleich war er zwei Jahre auch Krankenhausseelsorger in Leipzig. Als 2019 die Niederlassung der Jesuiten in Leipzig aufgelöst wurde, zog er nach München in die Kommunität des Berchmanskollegs.

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