P. Georg Hipler SJ ist am 5. Januar 2026 im Richartz House in Harare (Simbabwe) verstorben. Er wurde als jüngster von fünf Geschwistern in Rosengarth bei Braunsberg im Ermland geboren. Nach Flucht und Vertreibung aus Ostpreußen fand die Familie im Westen eine neue Heimat, der Vater blieb allerdings im Krieg vermisst.
Pater Hipler legte am Realgymnasium in Fulda sein Abitur ab und trat unmittelbar danach ins Noviziat der Jesuiten auf dem Jakobsberg ein, wo schon sein älterer Bruder Bruno einige Jahre zuvor sein Noviziat absolviert hatte. Es folgten die philosophischen Studien in Pullach bei München, während derer sich sein Interesse für die Mission herausbildete.
Entsprechend verband er einen ersten Aufenthalt in der Marymount-Mission in Simbabwe von 1961 bis 1963 mit Sprachstudien zur Vorbereitung einer künftigen Missionstätigkeit. Von 1963 bis 1967 studierte er Theologie im Heythrop College in London, der letzte Ausbildungsabschnitt als Jesuit in Berlin-Kladow schloss sich unmittelbar an.
Danach kehrte Pater Hipler nach Afrika zurück und begann seine vielfältigen Missionstätigkeiten, zunächst bis 1969 im Canisius House in Harare, wo er die Shona-Sprache lernte. Danach wurde er bis 1986 Pfarrer in Sipolilo (heute Guruve), bis 1994 Pfarrer in Chitsungo, dann bis 2001 Pfarrer in Chishawasha. Zwischen 2001 und 2003 war er Oberer und Pfarrer in der St. Boniface Mission, dann bis 2005 Pfarrvikar und stellvertretender Ökonom in Mount Pleasant. 2006 wurde er als Pfarrvikar nach Mabelreign versetzt, wo er von 2007 bis 2012 erneut als Pfarrer tätig war. Bis 2014 folgte eine Zeit als Pfarrvikar in Braeside, dann als Kaplan in Macheke. Ab 2017 diente er erneut als Pfarrvikar in Mount Pleasant.
Gesundheitlich schon etwas geschwächt, nahm er ab 2018 von Emmaus House aus Aushilfen in Our Lady of the Wayside wahr, bis er 2019 zum Richartz House wechselte, wo er nun sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurücklegte.
R.I.P.