Pater Gerhard Sanders SJ ist am Freitag, 29. August 2025, in einem Krankenhaus in Kopenhagen verstorben. Er wurde in Nienburg an der Weser geboren und wuchs dort mit zwei Schwestern auf. Nach dem Abitur an der Humboldt-Schule in Hannover trat er unmittelbar in das Noviziat der Jesuiten in Eringerfeld ein. Es folgten die philosophischen Studien in Pullach bei München und ein Interstiz an der Stella Matutina in Feldkirch, wo er seine Erfahrungen aus der Jugendarbeit der katholischen Pfadfinder (DPSG), denen er Zeit seines Lebens verbunden blieb, einfließen lassen konnte.
Nach dem Theologiestudium in Frankfurt Sankt Georgen und der Priesterweihe folgte unmittelbar sein Aufbruch nach Dänemark, wo er die restliche Zeit seines Lebens tätig blieb. An der Askov Hochschule widmete er sich zunächst den nötigen Sprach- und Kulturstudien und wurde zugleich als Kaplan in Aarhus aktiv. 1970 kam er nach Kopenhagen in die Kommunität Sankt Knud in Stenosgade und begann dort seinen priesterlichen Dienst an der Herz-Jesu-Kirche in Vesterbro sowie in der Jugendseelsorge am Nils Steensen Kolleg in Østerbro.
Bis 2012, als die Verantwortung für die Pfarrei in Stenosgade an das Bistum überging, war Pater Sanders unermüdlich in vielfältigen Funktionen für den Orden und das Bistum tätig: Pfarrer, Superior, Vorsitzender des dänischen Regionalkonsults, (Vize-)Rektor des Kollegs, Ökonom der dänischen Region, Diözesanökonom und Offizial des Bistums, um nur die wichtigsten zu nennen. Nachdem 2016 die Verantwortung für das Apostolat der Jesuiten in Dänemark an die Nordpolnische Provinz überging, blieb Pater Sanders in Kopenhagen auch bei nachlassenden Kräften in der Seelsorge aktiv. Verstärkt pflegebedürftig zog er im Sommer 2024 in das Pflegeheim Klostergården. Nach kurzem Leiden legte er nun sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurück.
R.I.P.
Das Requiem findet am Freitag, 5. September 2025, um 12 Uhr in der Sankt Augustins Kirke statt, die anschließende Bestattung auf dem Vestre Kirkegård in Kopenhagen.