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P. Gundikar Hock SJ in Berlin verstorben

Pater Gundikar Hock ist am späten Abend des 21. November im Peter-Faber-Haus in Berlin verstorben. Er wurde in Berlin-Lichterfelde als Ältester von vier Geschwistern geboren. Sein Vater blieb nach dem Krieg 1945 vermisst. Seine Mutter, die als Lehrerin und Rektorin an einer Grundschule arbeitete, zog die vier Kinder allein groß. Die Pfadfinder boten ein wichtiges Lern- und Erfahrungsfeld. Nach der Oberschule begann er 1955 ein breitgefächertes Studium in Romanistik und klassische Philologie, ergänzt durch Philosophie, Pädagogik und Theologie, mit dem Ziel, Lehrer zu werden. Doch sein Weg nahm durch verschiedene Kontakte, auch mit Jesuiten, eine andere Richtung.

1962 trat er ins Noviziat der Jesuiten in Berlin-Kladow ein, begann 1964 seine Studien in Philosophie und Theologie in Pullach und Frankfurt Sankt Georgen und wurde in Berlin zum Priester geweiht. Im Anschluss arbeitete er in den Teams der ökumenischen Glaubensgruppe „action 365“. In diese Zeit fielen erste Erfahrungen mit Meditationspraktiken sowie die Entdeckung des Zenbuddhismus. Nach dem Tertiat, der letzten Ausbildungsphase als Jesuit, machte er die Ausbildung zum Meditationsleiter. Von 1978 bis 1985 war er als Krankenhausseelsorger an den Universitätskliniken in Göttingen tätig und gleichzeitig Oberer der dortigen Jesuitenkommunität.

Nach einer Sabbatzeit in Frankfurt erhielt er die Destination, Exerzitien zu geben und andere in der Tätigkeit des Exerzitiengebens im Rahmen der Gruppe Ignatianischer Spiritualität (GIS) auszubilden. Er veröffentlichte dazu auch einige Schriften. 1999 wechselte er in die Priesterseelsorge nach Hildesheim, wo er mit all seiner Erfahrung verdienstvoll wirkte. Schließlich zog er 2011 als Oberer ins Peter-Faber-Haus nach Berlin, wo er viele geistliche Begleitungen fortführte. Auch nach seiner Ablösung als Oberer blieb er dort als gesuchter Exerzitienbegleiter tätig. Nun legte er sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurück.

R.I.P.

Das Requiem findet am Donnerstag, dem 4. Dezember 2025, um 13 Uhr in der Kapelle auf dem Domfriedhof St. Hedwig in Berlin statt, anschließend die Beerdigung.

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