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P. Hubertus Tommek SJ in Berlin verstorben

Der Jesuitenpater und Exerzitienleiter Hubertus Tommek SJ, der die Ignatianische Spiritualität in die charismatische Bewegung integrierte, ist heute in Berlin verstorben.

P. Hubertus Tommek SJ wurde 1940 als einer von zwei Brüdern im schlesischen Marienwallfahrtsort Albendorf (Wambierzyce/Kreis Glatz) geboren. Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium in Stadthagen trat er 1960 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu auf dem Jakobsberg ein. Nach der ordensüblichen Ausbildung in Pullach (Philosophie), Berlin (Lehrerbildung an der pädagogischen Hochschule) und Theologie (Lyon-Fourvière) wurde er 1971 zum Priester geweiht und unterrichtete von 1974 bis 1988 Latein und Religion am Berliner Canisius-Kolleg. Schon 1972 begann sein En­gage­ment in der charismatischen Erneuerung mit Gebetskreisen und Exerzitien. Er komponierte geistliche Lieder und gab Liederbücher („Preist unseren Gott“) heraus. 1988 bis 1997 leitete er das Exerzitienwerk Berlin, ab 1997 in Kooperation mit der Kath. Glaubensinformation die „Christliche Glaubens- und Lebensschule St. Ignatius“. Seine Parkinsonerkrankung schwächte ihn in den folgenden Jahren zusehends, so dass er 2012 die Leitungsaufgaben abgab an die von ihm gegründete geistliche Gemeinschaft "Monte Crucis", die 1984 aus einem Gebetskreis in Berlin-Kreuzberg entstanden war. Er lebte seit 2010 in einer WG seiner Gemeinschaft, wo er bis zuletzt betreut und gepflegt wurde. Tonmitschnitte der zahlreichen Vorträge und Seminaren von P. Hubertus Tommek SJ erschienen seit 2016 im Berliner Windhauch-Verlag.

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