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P. Karl Heinz Neufeld SJ in Osnabrück verstorben

Pater Karl Heinz Neufeld ist am frühen Morgen des 29. November 2025 im Klinikum Osnabrück verstorben. Er wurde in Warendorf in Westfalen geboren und wuchs dort mit seinem Bruder auf. Die Pfadfinder prägten seine Jugend. Unmittelbar nach dem Abitur trat er in das Noviziat der Jesuiten in Eringerfeld ein.

Es folgten Studien der Philosophie an der Ordenshochschule in Pullach, dann ein kurzes Interstiz in Frankfurt Sankt Georgen als Sekretär des Rektors und Regens, während dem er bereits 1966 seine theologischen Studien begann. 1967 wechselte er nach Lyon-Fourvière, wo er 1970 nach der Licence ein Doktorat in Theologie begann, welches er – unterbrochen von einer Assistenzzeit bei Karl Rahner – 1975 erfolgreich beendete. Die Habilitation wurde bereits 1975 in Innsbruck eingeleitet.

1976 folgte ein Jahr als Spiritual am Germanikum in Rom, wo er auch sein Tertiat absolvierte, die letzte Ausbildungsphase als Jesuit. Von 1974 bis 1978 war er Redakteur bei der Kulturzeitschrift “Stimmen der Zeit”. Es folgten die Habilitation 1980 in Innsbruck und eine weitere Promotion in Philosophie 1983 in München. Von 1978 bis 1989 war er Professor an der Gregoriana in Rom, zunächst in Fundamentaltheologie, dann in Dogmatik. 1989 wechselte er als Professor für Fundamentaltheologie nach Innsbruck. Zugleich unterrichtete Pater Neufeld rund zehn Jahre lang als Gastprofessor Fundamentaltheologie am Zentrum für Religionsforschung der Universität Vilnius. Er engagierte sich bei der Herausgabe sämtlicher Werke Karl Rahners und war Leiter des Karl-Rahner-Archivs sowie Hauptschriftleiter der “Zeitschrift für Katholische Theologie” (ZkTh). Darüber hinaus war er Mitglied der österreichischen Theologischen Kommission und Vorstandsmitglied der internationalen Lubac-Gesellschaft (AICHL).

Nach seiner Emeritierung zog er 2007 nach Osnabrück, wo er bis 2014 als Spiritual am Priesterseminar und bis in die Gegenwart in der Seelsorge wirkte. 2022 wechselte er aufgrund von Sanierungsmaßnahmen im Priesterseminar zu den Ursulinen. Jetzt hat er nach einem schweren Schlaganfall sein Leben in die Hände seines Schöpfers zurückgelegt.

R.I.P.

Das Requiem findet am Mittwoch, 10. Dezember 2025, um 11:30 Uhr in der Kunst-Station Sankt Peter Köln (Leonhard-Tietz-Str. 6 | 50676 Köln) statt, die Beerdigung um 13:30 Uhr auf dem Friedhof Melaten ab Haupteingang (Piusstraße).

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