P. Rudolf Plott in Japan verstorben

Pater Rudolf Plott SJ wurde in Roschitz bei Iglau (heute Rosice bei Jihlava in Tschechien) geboren, von wo seine Familie nach Kriegsende vertrieben wurde. Nach mehreren Stationen (Prag, Eferding bei Linz, Mariendorf bei Hofgeismar) ließ sich die Familie 1953 in Kassel nieder. Nach dem Schulabschluss trat er 1956 in das Noviziat in Ehringerfeld in Ostwestfalen ein und begann die ordensübliche Ausbildung.

Bereits von Pullach aus ersuchte er 1962 um die Entsendung in die Missionen – vorzugsweise nach Lateinamerika, er könne sich aber auch Japan vorstellen. Noch im selben Jahr fiel die Entscheidung für Japan. 1963 reiste er dort ein, machte sich mit Sprache und Kultur vertraut, wurde 1969 zum Priester geweiht und erhielt ab Juli 1971 im Anschluss an sein Tertiat in Pullach seine erste Sendung als Leiter eines Studentenwohnheims in Yamaguchi. 1980 wurde er als Leiter des Studentenwohnheims abgelöst, blieb aber weitere 28 Jahre in dieser Stadt als Dozent an der Kenritsu Universität und als Kaplan in der Yamaguchi Pfarrei tätig, später dann zusätzlich wieder als Präfekt des Xavier Dormitory und als Direktor des Xavier Center.

2008 zog P. Plott in die Kioi-cho Residenz an der Sophia Universität nach Tokyo um, kümmerte sich um die Deutsche Kirche in Tokyo and half u.a. in der St. Ignatius Kirche aus. 2013 unterzog er sich einer Herz-OP. Zuletzt lebte er im Loyola House in Tokyo, von wo aus er aufgrund erneuter Herzbeschwerden ins Seibo Krankenhaus eingeliefert wurde und dort sein Leben zurück in die Hände seines Schöpfers legte.

R.I.P.

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