• Ⓒ SJ-Bild: Christian Ender
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Pater Andreas Falkner SJ verstorben

München – Der Jesuitenpater Andreas Falkner SJ ist am Mittwoch in einem Altenheim in Unterhaching verstorben. Bei ihm war eine Infektion mit dem aktuellen Coronavirus nachgewiesen worden.

Pater Falkner wurde 1934 in Niederthai im Ötztal (Tirol) geboren und trat 1953 in die Österreichische Provinz der Gesellschaft Jesu ein. Seine Studien absolvierte er in Pullach bei München und in Innsbruck, wo er 1965 zum Priester geweiht wurde. 1968 erwarb er den Doktortitel der Theologie im Bereich Kirchengeschichte.

Er übernahm zunächst verschiedene ordensinterne Aufgabe für das lnnsbrucker Jesuitenkolleg, engagierte sich aber zeitlebens in der Exerzitienbegleitung. Von 1980 war er 1986 Oberer in der Jesuitenniederlassung in Klagenfurt. Er war Mitglied der „Gruppe für lgnatianische Spiritualität“, die geistliche Texte des Hl. Ignatius v. Loyola und des Jesuitenordens übersetzte und herausgab.

Von 1999 bis 2009 arbeitete er in Mannheim und begleitete Exerzitien in ökumenischer Verbundenheit in Evangelischen Kirchen Deutschlands. Von 2009 bis 2013 wirkte er als Hausgeistlicher im Mutterhaus der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Dernbach (Westerwald), von 2014 bis 2016 im Exerzitienhaus Lähden-Ahmsen. 2016 zog er in die Seniorengemeinschaft Pedro Arrupe nach Unterhaching.

Pater Falkner war ein ausgewiesener Kenner des französischen Jesuiten Michel de Certeau SJ, auf dessen Schriften Papst Franziskus wiederholt hinwies, insbesondere auf seine Ausgabe des Memoriale des Hl. Peter Faber, eines Gefährten des Hl. Ignatius. Von Pater Falkner übersetzte Texte de Certeaus erschienen in der Zeitschrift „Geist und Leben“. Unter dem Titel „Der Fremde oder Einheit in Verschiedenheit“ erschien 2018 die Übersetzung des Werkes „L’étranger ou l’union dans la différence“ (1969). Demnächst wird die deutsche Übersetzung der „Lettere della tribolazione“ erscheinen – Schriften von Jorge Mario Bergoglio aus dem Jahr 1987 sowie von Lorenzo Ricci (1703-1775) und Jan Roothaan (1785-1853), die als Generalobere den Jesuitenorden vor und nach seiner Aufhgebung (1773-1814) leiteten.

R.I.P.

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