• P. Lothar Groppe SJ im September 2014 in Timmendorfer Strand. © SJ-Bild/Christian Ender
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Pater Lothar Groppe SJ in Berlin verstorben

München - Jesuitenpater Lothar Groppe SJ ist am Sonntag im Peter-Faber-Haus, der Seniorenkommunität des Jesuitenordens in Berlin-Kladow, im Alter von 92 Jahren verstorben. P. Groppe war zu verschiedenen religiösen, geschichtlichen und politischen Themen publizistisch tätig und befasste sich schwerpunktmäßig mit der Situation der Kirche im Dritten Reich.

Lothar Groppe kam am 30. Juli 1927 im westfälischen Münster als Sohn des späteren Generalleutnants und Widerstandskämpfers Theodor Groppe zur Welt. Nach dem Kriegseinsatz studierte er zunächst in Frankfurt Jura und trat am 7. September 1948 ins Noviziat der Gesellschaft Jesu in Eringerfeld ein. Am 31. Juli 1959 wurde er in Frankfurt/M zum Priester geweiht.

Er arbeitete in der Militärseelsorge, zunächst 1963 bis 1972 in Hannover als Militärpfarrer, später in Hamburg als Militärdekan und Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr. Nach Tätigkeiten in Essen in der Polizeiseelsorge (1972-1974), in der Erwachsenenbildung (1974-1976) und in der Katholischen Arbeitsstelle Rhein-Ruhr sowie als Leiter der deutschen Sektion von Radio Vatikan ging er 1977 bis 1980 als Studentenseelsorger und Referent für Wehrethik nach Krems in Österreich. 1978 wurde er in den Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für politisch-strategische Studien in Wien/Madrid berufen. Von 1973 bis 1987 hielt er Seminare für die österreichischen Generalstabs-Lehrgänge. Von 1980 bis 1982 war er Provisor in der Diözese St. Pölten. Seit 1982 arbeitete er als Krankenhaussseelsorger, zunächst in Berlin (St. Gertrauden) und von 1983 bis 2006 in Bad Pyrmont (St. Georg). Von 2009 - 2015 war er Hausgeistlicher bei den Thuiner Schwestern in der Mutter-Kind-Klinik Maria Meeresstern in Timmendorfer Strand. 2015 zog er aus gesundheitlichen Gründen ins Peter-Faber-Haus nach Berlin-Kladow.

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