• Moritz Kuhlmann SJ (r.) und Martin Föhn SJ am Vormittag vor der Liebfrauenkirche in Zürich. Foto: Ender
  • Martin Föhn SJ in der Sakristei. Gleich beginnt die Priesterweihe. Foto: Ender
  • Es geht los: Einzug zum Gottesdienst. Foto: Ender
  • Die Priesterweihe leitet Markus Büchel, Bischof von St. Gallen. Foto: Ender
  • Aufgrund von Corona-Beschränkungen war die Liebfrauenkirche nur luftig besetzt. Foto: Ender
  • Bei der Allerheiligenlitanei liegen die Kandidaten auf dem Boden. Foto: Ender
  • Die Weihe vollzieht sich in der Handauflegung des Bischof. Foto: Ender
  • Anwesende Priester, wie hier P. Soyer SJ und P. Rutishauser SJ (r.), legen den Kandidaten ebenfalls die Hände auf. Foto: Ender
  • Die Neupriester sind mit Bischof Büchel die Zelebranten der Feier. Foto: Ender
  • Moritz Kuhlmann SJ, nun Neupriester, teilt die Kommunion aus. Foto: Ender
  • Moritz Kuhlmann SJ (r.) und Martin Föhn SJ erteilen am Schluss des Gottesdienstes allen den Primizsegen. Foto: Ender
  • P. Christoph Soyer SJ, P. Moritz Kuhlmann SJ, Bischof Markus Büchel, P. Martin Föhn SJ & P. Christian Rutishauser SJ. Foto: Ender(v.l.n.r.)
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Priesterweihe: "Priester fallen nicht vom Himmel"

Zürich - Die zwei jungen Jesuiten Martin Föhn SJ und Moritz Kuhlmann SJ sind am gestrigen Samstag (17. Oktober 2020) vom St. Galler Bischof Markus Büchel in Zürich zu Priestern geweiht worden. In der Liebfrauenkirche waren aufgrund der Corona-Beschränkungen nur rund 100 Menschen präsent, dank Livestream und Radioübertragung jedoch konnten alle teilnehmen, die den beiden Jesuiten verbunden sind (hier nachzusehen).

"Wenn ein Virus uns den Atem nehmen will, so müssen wir umso mehr den grossen Atem feiern, den Geist Gottes – er hat das letzte Wort", sagte P. Christian Rutishauser SJ, Provinzial der Schweizer Jesuiten in seiner Begrüssung. "Heute soll er in besonderer Weise unsere beiden Weihekandidaten erfüllen."

Zuvor hatten Alphornklänge den Gottesdienst eröffnet – eine Reminiszenz an Martin Föhns bergige Heimat im Muotathal. Albert und Erika Wey erinnerten mit ihren raumfüllenden Klängen auch an Martin Föhns Jahre in der Pfarrei von Birmensdorf bei Zürich, wo das Ehepaar daheim ist. "Ich hab mich sehr gefreut über diese Eröffnung", sagte Moritz Kuhlmann nach der Weihe. "Die Alphörner sind für mich die Posaunen der Schweizer Berglandschaft, und es ist wie im Psalm: Mit Posaunen und Harfen dürfen wir in die Wohnung Gottes eintreten." Ein starkes Symbol für ihn: Alphörner sind die Instrumente der Hirten, "da denke ich unweigerlich an den guten Hirten. Und nun wird mir und Martin anvertraut, Hirten sein zu dürfen".

Als Ausbildungsverantwortlicher stellte P. Christoph Soyer SJ in der Folge die beiden Weihekandidaten vor: P. Moritz Kuhlmann SJ wurde als jüngstes von drei Geschwistern 1990 in Los Angeles geboren. Die letzten Schuljahre verbrachte er am Canisiuskolleg der Jesuiten in Berlin, wo er in der Ignatianischen Schülergemeinschaft (ISG) engagiert war. Nach dem Abitur studierte er in Sankt Georgen in Frankfurt am Main Philosophie und Theologie. Nach seinem Noviziat, in das er 2013 eintrat, erwarb er in München den Bachelor in Philosophie. Es folgten ein zweijähriger Aufenthalt im Kosovo an einem Gymnasium, wo er das Sozialzentrum Tranzit aufbaute. Dort ermöglichte er Ashkali Kindern Zugang zu Bildung. Seine theologischen Studien schloss er in Innsbruck ab und bereitet sich seit einem Jahr für weitere Studien im chinesischen Raum vor. 

P. Martin Föhn SJ wurde 1982 als zweitältestes von vier Geschwistern geboren, wuchs im Muotathal im Kanton Schwyz auf und war in der Landjugend aktiv. Von 1997 bis 2001 absolvierte er die Ausbildung zum Landwirt und arbeitete danach einige Monate in Peru. Von 2003 bis 2007 studierte er Religionspädagogik und arbeitete in der Jugendarbeit und als Religionslehrer. Nach seinem Noviziat, er trat 2010 ein, folgten drei Jahre Philosophiestudium mit Bachelor-Abschluss in München. Von 2015 bis 2017 war er Hochschulseelsorger am aki in Zürich. Während den letzten drei Jahren studierte er in Paris Theologie, ebenfalls mit Bachelor-Abschluss und absolvierte eine Zusatzausbildung zum Mediator. Aktuell arbeitet er in Basel im Bereich Bildung, Spiritualität und Hochschulpastoral.

Der eindrücklichen liturgischen Feier in besonderer Zeit stand Bischof Markus Büchel vor. "Priester fallen nicht vom Himmel, aber sie sind ein Geschenk des Himmels", eröffnete der Bischof seine Predigt. "Es ist für mich eine grosse Freude, heute zwei Jesuiten zu Priestern weihen zu können. Ich gratuliere den Jesuiten", fügte der Bischof an mit Blick auf die zwei Dutzend anwesenden Jesuiten. Zum Abschluss der Messe erteilten die beiden Neupriester allen Mitfeierenden den Primizsegen.

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