• Mit den letzten Gelübden erfolgt die endgültige Eingliederung in den Orden. © SJ-Bild: Daniel Gatz
  • Gelübdeablegung vor der konsekrierten Hostie. © SJ-Bild: Daniel Gatz
  • Clemens Blattert SJ, Tobias Specker SJ und Christooph Kentrup SJ. © SJ-Bild: Daniel Gatz
  • Stipendiaten des Cusanuswerkes. © SJ-Bild: Daniel Gatz
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Radikalität der Einwurzelung: Letzte Gelübde von P. Clemens Blattert SJ

Frankfurt/Main - „Omnia ad maiorem Dei gloriam“ - immer wieder erklang dieses Lied („Alles zur größeren Ehre Gottes“), das zum roten Faden für die Gelübdefeier von P. Clemens Blattert SJ in Frankfurt-Sankt Georgen wurde. In einer feierlichen Messe im Atrium der Philosophisch-Theologischen Hochschule legte er am Fest Allerheiligen, 1. November, seine Letzten Gelübde ab, indem er vor dem Empfang der Kommunion die drei Gelübde der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams wiederholte und noch ein viertes Gelübde hinzufügte, das die Verfügbarkeit für Sendungen des Papstes in besonderer Weise ausdrückt und als ein unterscheidendes Merkmal des Jesuitenordens gilt.

„Der Orden, das bist jetzt Du“, sagte der Superior der Jesuitenkommunität P. Tobias Specker SJ, der dem Gottesdienst vorstand, in seiner Predigt. Nach 18-jähriger Ausbildungszeit hätten die Satzungen des Ordens nun im persönlichen Lebensweg des Jesuiten Gestalt angenommen. „Jesuit sein ist nicht der triumphale Siegeszug in immer himmlischere Höhen. Es ist ein Geformtwerden durch die Gegenwart Gottes. Die ignatianische Spiritualität ist kein langsamer Aufstieg, keine Lösung von den Fesseln der Welt, sondern eine immer stärkere Erdung, ein Abstieg.“ Die Letzten Gelübde seien keine triumphale Vereinnahmung, sondern deren Radikalität drücke sich vielmehr in einer demütigen Anerkennung der Einwurzelung und Verbindung mit vielen Menschen und an vielen Orten aus.

Wegen der 3G-Regel konnten rund 100 Personen an der Feier teilnehmen, darunter Familie und Freunde, aber auch zahlreiche Jesuiten, Novizen und Interessenten des Ordens. Die musikalische Gestaltung übernahmen Stipendiaten des Cusanuswerkes sowie Permanents der Zukunftswerkstatt.

P. Clemens Blattert SJ stammt aus Wellendingen (Bonndorf). 2003 trat er in den Jesuitenorden ein und wurde 2009 zum Priester geweiht. Sechs Jahre war er Studentenpfarrer in Leipzig. 2015 übernahm er die Verantwortung für die Berufungspastoral des Ordens und initiierte die „Zukunftswerkstatt SJ“ in Frankfurt/M. Seit diesem Jahr ist er auch Geistlicher Rektor der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk und Direktor des Zentrums für Berufungspastoral der Deutschen Bischofskonferenz.

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