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Staatliche Anerkennung für Integrierte Sekundarschule in Berlin

Die Integrierte Sekundarschule Pedro-Arrupe-Zweig (Sekundarstufe 1) für Jugendliche mit Migrationshintergrund am Canisius-Kolleg in Berlin ist nun für die Klassenstufen 7 bis 10 staatlich anerkannt. Die Kollegs- und Schulleitung erhielt diese Woche in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung die Anerkennungsurkunde. Damit ist das erste Ziel auf dem Weg zur Anerkennung der gesamten Integrierten Sekundarschule erreicht. In einer kleinen Feier dankte der Rektor des Kollegs P. Marco Mohr SJ im Namen des Trägers allen, die dies ermöglichten: den Lehrerinnen und Lehrern und allen, die sich mit ihrer pädagogischen, beraterischen oder seelsorglichen Profession in das Zulassungsverfahren mit hohem Einsatz eingebracht hatten, namentlich besonders der Schulleiterin Gabriele Hüdepohl, dem Leiter Integrierte Sekundarschule (Pedro-Arrupe-Zweig) Seán Alfken sowie der kaufmännischen Leiterin Petra Verholen.

Die Absicht dieser Gründung am Canisius-Kolleg ist es, das zunächst auf Bedenken und Widerstände gestoßen war, ist es, Kindern und Jugendlichen mit Flucht- und Migrationsbiografien ein ungestörtes Lern- und Lebensumfeld zu ermöglichen. Bereits 2016 hatte des Kolleg als Antwort auf die Flucht vieler Menschen vor dem Bürgerkrieg in Syrien erste Willkommensklassen für geflüchtete Kinder und Jugendliche eingerichtet, obwohl die schulische Sozialisation und das Alter der Schüler sehr verschieden waren und es bis heute sind. Um den Schülerinnen und Schülern auch schulische Abschlüsse bis zum Abitur am Canisius-Kolleg zu ermöglichen und dass sie sich nach zwei Jahren nicht wieder entwurzeln müssen, wurde die „ISS-Pedro-Arrupe“ auf dem Gelände des Canisius-Kollegs neben dem Gymnasium gegründet. Die Jahrgänge 7 und 8 des Arrupe-Zweiges sind Willkommensklassen, die auf den Erwerb der deutschen Sprache abzielen. Die Jahrgänge 9 und 10 sind reguläre Klassen der Integrierten Sekundarschule. Die bereits genehmigte Sekundarstufe 2 (Klassen 11 bis 13) ist gegenwärtig im staatlichen Anerkennungsverfahrens. Erst die staatliche Anerkennung erlaubt es einer Schule in freier Trägerschaft anerkannte schulische Abschlüsse zu verleihen und die hierzu erforderlichen Prüfungen abzunehmen.

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