• P. Tobias Zimmermann SJ, Leiter des Zentrums für Ignatianische Pädagogik (ZIP), hielt einen Vortrag.
  • P. Joseph Lumnesh Kumar SJ berichtete über die Arbeit von Jesuiten in Indien.
  • P. Kundong Kim SJ sprach über Versöhnung in Nord-/Süd-Korea.
  • „Taekwondo und Ignatius“, hieß ein Workshop, außerdem war Yoga im Angebot.
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Tage der Achtsamkeit in Linz: Den Mutigen gehört die Welt

Linz - Eine Neuauflage erhielten jetzt die „Tage der Achtsamkeit“ am Kollegium Aloisianum in Linz. Zum ersten Mal gab es diese Veranstaltung im Herbst 2019 – diesmal waren die Umstände pandemiebedingt jedoch denkbar schwieriger.

Bereits die Organisation stellte das Veranstaltungsteam unter der Leitung von Pater Johannes Herz vor besondere Herausforderungen, denn niemand konnte bis kurz vor Beginn der Veranstaltung Oktober 2021 vorhersagen, ob bzw. unter welchen Bedingungen Gäste an der Schule überhaupt erlaubt sein würden und ob die Infektionslage an der Schule eine Veranstaltung dieser Größe zulassen würde. So war viel Optimismus und auch eine Portion Mut schon in der Vorbereitungsphase gefragt, um bei all diesen Unsicherheiten eine konkrete Planung für die „Tage der Achtsamkeit“ vorzunehmen.

Doch den Mutigen gehört bekanntlich die Welt und so trafen tatsächlich am Donnerstag, den 21. Oktober 2021 erste Gäste in der Schule ein und konnten, selbstverständlich unter Einhaltung eines Präventionskonzepts, im kleinen Rahmen ins Gespräch mit einzelnen Klassen kommen.

Der öffentliche Vortrag von P. Michael Bordt SJ am Donnerstagabend im Festsaal stand unter dem Titel „Die Kunst, die Eltern zu enttäuschen“ und beleuchtete ein Thema, bei dem ebenfalls viel Mut gefragt ist.  Der Professor an der Hochschule für Philosophie in München und Buchautor zeigte auf, wie wichtig und zugleich schwer es Menschen fällt, sich von den Vorstellungen, Prinzipien und Werten der eigenen Eltern zu befreien. Doch nur so sei es möglich, in Einklang mit seinen eigenen Bedürfnissen selbstbestimmt und stimmig zu leben, so Bordt. Wie sehr das Thema berührt, zeigte eine rege Diskussion des Publikums mit dem Vortragenden im Anschluss.

Am Freitag in der Früh stimmte ein kurzer Gottesdienst - ein gemeinsames Innehalten, getrennt nach Oberstufe und Unterstufe – die Schulgemeinschaft auf einen besonderen Vormittag ein. In der Schule ermöglichte es ein ausgeklügelter Organisationsplan den Klassen, im Laufe des Vormittags an bis zu drei unterschiedlichen Workshops bzw. Vorträgen teilzunehmen. Pater Herz gelang es, zahlreiche Referent-/innen für die Workshops und Vorträge aus dem engen und weiteren Kreis der jesuitisch-ignatianischen Familie zu gewinnen, um ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm für die Schülerinnen und Schüler des Aloisianums anzubieten. Dabei reichten die Themen von „Examen“ bis „Teakwondo und Ignatius“; es wurde Songs geschrieben, Yoga betrieben und - zumindest in Gedanken - ferne Länder und deren Lebenswirklichkeiten bereist.

Verloren Schüler-/innen kurzfristig den Überblick, wohin sie der nächste Programmpunkt führen sollte, fand sich rasch jemand aus dem Organisationsteam oder der Lehrerschaft, der Rat wusste. Schließlich nahmen die „Tage der Achtsamkeit“ mit einer kurzen, gestaffelten Zusammenkunft im Turnsaal zu Mittag ihr Ende.

Die Idee eines achtsamen Umgangs mit unseren Mitmenschen und mit sich selbst bildete auch heuer wieder den Grundton der Veranstaltung. Darüber hinaus ermöglichten Mut, Einsatzbereitschaft, Flexibilität und eine Portion Humor eine gelungene Veranstaltung in Zeiten der Pandemie.

Dr. Susanne Huber, Mag. Elke Wagner, P. Johannes Herz SJ
(Aloisianum Linz)

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